Gemeinschaftsforum ehemaliger Fänge des Dschungels-Mitglieder, Cwn Annan (Aion-Legion) und Freibund Asylmenorr (Guild Wars2-Gilde)
 
StartseiteStartseite  KalenderKalender  GalerieGalerie  FAQFAQ  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Teilen | 
 

 Lieferung frei Haus

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Fremder Kutscher
Gast



BeitragThema: Lieferung frei Haus   Do Sep 18, 2014 10:12 am

Strömender Regen peitschte dem Kutscher ins Gesicht als er das Gespann die letzte Biegung den steilen Berg von Zwei Kronen kommend hinunter nach Marianopel lenkte. Die Straße war zu einem regelrechten Bach geworden, eine Tortur für die, von der langen Reise ohnehin schon geplagten Pferde. Gleich hatte er es geschafft, die letzte Station seiner langen Reise erreicht. Durch die Wand aus Nebel und Regen, die sich vor ihm aufbaute, konnte er bereits die Zinnen der Hauptstadt erahnen...

... die Sonne, wenn es an diesem Tag überhaupt eine gab, war schon untergegangen als er den Marktplatz erreichte. Mit der rechten Hand versuchte der Kutscher seine Augen vor dem peitschenden Regen zu schützen und suchte die Fassaden der Gebäude ab. Da war es! Schnell holte er unter seinem Mantel den Lieferschein hervor und glich nochmals den Empfänger ab. "Treibgut". "Dann mal los!" murmelte er. So schnell wie möglich die Lieferung abgeben und ab ins nächste Wirtshaus, denn mehr stand heute nicht mehr auf seinem Zu-Erledigen-Zettel. Er sprang von seinem Gespann und stapfte durch den knöcheltiefen Schlamm der durch den Regen aufgequollenen Straße in Richtung Vordereingang des Ladens. Mit einem lauten Pochen hämmerte er an die Tür. Nach einigen Sekunden öffnete sich eine kleine Luke und er blickte in das blasse Gesicht eines verängstigten Elfen. Offenbar hatte hier niemand mehr zu dieser Stunde mit Besuch gerechnet.
"Mach die Tür auf, ich hab nicht den ganzen Abend Zeit!", schrie der Kutscher durch den prasselnden Regen.
"Wer da?!", piepste die verängstigte Stimme auf der anderen Seite der Tür.
"Ich hab` hier eine Lieferung abzugeben", entgegnete der Kutscher und hielt dem Elfen den Lieferschein vor die Nase. "Tut mir leid für die Verspätung, aber es kam auf dem Weg immer wieder zu kleineren 'Unterbrechungen'", grinste ihn der Kutscher an.
Mit einem Klick öffnete sich der Riegel und noch ehe der Elf die Gelegenheit hatte die Klinke zu drücken flog die Tür mit einem polternden Krachen auf und ein Fass rollte über die Schwelle. Gerade noch rechtzeitig konnte sich der Elf mit einem Satz zur Seite in Sicherheit bringen, ließ dabei allerdings eine brennende Kerze fallen, die er in der Hand hielt.
"VORSICHT!!", brüllte ihn der Kutscher an: "Das Zeug ist hoch entzündlich!"
Das ohnehin schon blasse Gesicht des Elfen wurde nun kreidebleich.
"Oh!", grinste ihn der Kutscher an, als er ahnte was den Elfen gerade beschäftigte: "Keine Sorge, hier hat niemand vor den Laden in die Luft zu jagen, allerdings ist Druntsander-Gold so ziemlich der stärkste Stoff den man in diesen Tagen bekommen kann. Ich hab noch weitere fünf Fässer. Zeig mir einfach wohin damit!".
Der Elf zeigte zu einer Tür am hinteren Ende des Flurs.
"Lagerraum?", murmelte der Kutscher. Der Elf nickte.
Als der Kutscher gerade dabei war das zweite Fass abzuladen, bemerkte er einen Zettel an der Mauer des Gebäudes. Darauf stand, dass die Besitzer des Ladens offenbar noch auf der Suche nach Freiberuflern verschiedenster Qualifikationen waren. Mit einem Schulterzucken machte er sich weiter an die Arbeit. Das dritte Fass fand alsbald seinen Weg vom Karren über die Türschwelle und rollte gerade durch die Eingangshalle ins Lager, als sich mit einem gewaltigen Donner der Himmel über Marianopel öffnete und ein gleißender Blitz auf die Stadt niederschoss. Genau auf den Karren des Kutschers. Genau auf eines der verbliebenen Fässer. War der Donner der dem Spektakel vorherging ohrenbetäubend, brachte die nun folgende Explosion des Lieferwagens sämtliche Gebäude der Stadt zum Beben.
"Ach du Sch....!". Mit staunenden Augen und offenem Mund blickte der Kutscher durch die Tür hinaus auf den Marktplatz und auf die riesige Feuerkugel, die einmal sein Fuhrwagen war. Und mit einem mal erkannte er, dass er die nächste Zeit arbeitslos war.

Also ging er zurück in den Laden. Der Elf lag halb-ohnmächtig in der Ecke. Der Kutscher beugte sich zu ihm hinab, gab ihm eine leichte Ohrfeige und prüfte ob er noch atmete. „Wird schon wieder!“, mit diesen Worten verabschiedete er sich, steckte ihm einen Zettel zwischen die Finger und machte sich auf die Suche nach dem nächsten Wirtshaus.


„Donric Macar

Spedition-und-heiklere-Service-Angelegenheiten
von Althea bis Zwei Kronen“
derzeitiger Aufenthaltsort: „Goldener Eber“ *



*Name ist fiktiv. Hab grade leider keinen Zugang zum Spiel um rauszubekommen ob Wirtshäuser in Marianopel Namen haben
Nach oben Nach unten
Hanhepiwin
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 2756
Anmeldedatum : 13.02.09

BeitragThema: Re: Lieferung frei Haus   Mo Sep 22, 2014 7:25 pm

Er hatte tief und fest im oberen Raum geschlafen. Sabber hatte  von seinem Mundwinkel auf das weiche Kissen getropft und eins seiner Beine hing aus dem Bett, als die Explosion das Haus erzittern ließ und ihn seitlich unsanft aus seiner Lagerstätte beförderte.
Hart auf den Steinboden prallend ächzt der Kerl und reibt sich den Schädel. „Was bei den Göttern war denn das?“. Ein Arm hebt sich, greift nach dem Bett und er zieht sich daran hoch um wankend auf die Füße zu kommen. Das Betttuch sinkt von seinem Leib zu Boden und präsentiert ihn nackt wie er erschaffen wurde. Aber es ist niemand da, den das interessieren könnte. Unfein schmatzend und sich kurz am Hintern kratzend stapft der Kerl zum Fenster und wirft einen Blick hinaus. Geradeso kann er noch einen sich entfernenden Schatten sehen und dann herbeieilende Leute die den brennenden Wagen schaulustig betrachten.
Ein leises, nachdenkliches und träges Brummen von sich gebend, schlürft er einmal quer durchs Zimmer, öffnet die Tür und trottet dann die Treppen herab. Das der aushelfende, seltsam nervöse, junge Elf, den er gestern mit den Worten „pass ma auf den Laden auf!“ von der Straße gepickt hatte, am Boden lag, ließ ihn kurz stutzen. Dennoch kommt er unbekümmert näher und gerade als er ihn befragen will, verdreht der Weichling wieder die Augen und dämmert weg. Skan mustert kurz, skeptisch seinen eigenen nackten Leib, zuckt mit den Schultern und greift dann nach dem Zettel. Diesen mehrfach lesend, geht er zur Tür, öffnet diese und stapft hinaus um sich erst einmal ebenso neben den Wagen zu stellen und diesen zu mustern. Dass die Leute ihn mit großen Augen dabei anstarren und einige zurück weichen bemerkt er nicht. Erst nach einer Weile dreht er sich wieder um und stapft splitterfasernackt zurück ins Haus, lässt vermutlich traumatisierte alte Damen zurück. Er wird sich morgen darum kümmern...oder besser, jemand anders wird das. Einen Zettel kritzelnd, den vermutlich eh keiner Lesen kann, legt er diesen mit der fremden Karte auf den Tisch und verschwindet wieder nach oben. Auf dem Zettel steht:

„Nächtliche Turbulenzen bringen mich um den Schlaf. Kümmert sich wer drum?!“

Ooc: Hiii und schön dass du zu  uns gefunden hast. Danke für die wirklich schön geschriebene Geschichte. Sorry, dass wir erst jetzt antworten. Freu mich sehr, dass du dich für uns interessierst. Wenns für dich okay wäre, dann wärn ein paar ooc-Infos sehr schön. An was hast du gedacht? Wie kommst du auf uns? Wer bist du eigentlich überhaupt und was erwartest du von uns/hättest du gern?

_________________
Die Natur kennt keinen Stillstand, konstant ist nur der Wandel.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
DreamsIT
sabbelnder Murloc
avatar

Anzahl der Beiträge : 327
Ort : Italia
Anmeldedatum : 05.02.14

BeitragThema: Re: Lieferung frei Haus   Di Sep 23, 2014 4:58 pm

Beathan fand den krakeligen Zettel ebenso wie die fremde Karte am Folgetag. Da der Elf zusammen mit seiner Gattin etwas außerhalb Marianopels residierte, war ihm der nächtliche Fauxpas entgangen und nur die angekokelten Überreste der Kutsche blieben als stumme Zeugen zurück. Unter einem eisigen „Verschwinde!“ verjagte der schwarzhaarige Magier den ängstlichen Vertreter seiner eigenen Rasse und verfluchte Skan lautlos ob des müßigen Umstands immer wieder solches Pack in den Laden zu schleifen. Spinnengliedrige Finger drehten das Kärtchen und spielten mit der feinen Oberfläche. „Heiklere-Service-Angelegenheiten.“ Beathan zog einen Mundwinkel nach oben. Das klang vielversprechend.

//

Hallo auch von mir „fremder Kutscher“. Sehr witzige Geschichte. Fand es lustig sie zu lesen. Han hat dir hier schon einige Fragen hinterlassen, davon abgesehen freue ich mich auf künftiges Ingame-RP mit dir.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Lieferung frei Haus   

Nach oben Nach unten
 
Lieferung frei Haus
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Haus abbezahlt und fred ist da :(
» Euer Haus
» Kredit für das Haus?
» Bewohner aus einer anderen Stadt (Haus Standort)
» Das Weiße Haus

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Freibund Asylmenorr :: Arche Age :: Kontaktaufnahme-
Gehe zu: