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 Keine Jagd

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Jannadar
schmetternder Schmetterling
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Anzahl der Beiträge : 438
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BeitragThema: Keine Jagd   Di März 08, 2011 8:12 am

Hmm, fast wärs im "Was geschah!" gelandet, aber nu... ist ja nur so halb... minimal seine Aufgaben .___.

Irgendwo zwitscherte ein Aukwi.
Es klang mehr als beruhigend, gepaart mit dem sanften Rascheln der Blätter, dem entfernten Plätschern eines Flusslaufs. Dämmriges Licht stahl sich durch die Wipfel der Bäume, beleuchtete einen ausgetrampelten Pfad im asmodisch-nachmittäglichen Schein. Eitle Ruhe, wohin man auch sah, nur drei Gestalten folgten dem Weg. Hochgewachsen und in lederne, primitive Rüstungen gehüllt, über und über mit Totems und Fetische ihrer Herren behängt.
Doch es war eine andere Eigenschaft, die sofort ins Auge stach: Ihre Haut war von dichtem Fell bedeckt. Die drei Mau, der Gewandung nach Krieger, durchschritten den Wald ohne ihn zu stören, als gehören sie hierher wie jedes andere Tier. Denn genau das waren sie: Tiere. Für ihn.
Minute um Minute patrouillierten sie zwischen den knorrigen, altgardischen Bäumen. Das fast schon idyllische Bild wurde jäh unterbrochen, durch ein Geschehen, das ebenso unscheinbar wie verhängnisvoll war. Die wäldliche Stille bekam für den Sekundebruchteil einen neuen Gefährten. Ein Geräusch, als werfe man eine Handvoll Sand.
Einer der drei Mau blieb stehen, die anderen waren bereits zwei, drei Meter weiter als sie es bemerkten und ebenfalls hielten. Ihr Kumpane war immer noch an einer Stelle gefangen, doch ruderte er wild mit den Armen, blinzelte hektisch.
Sein Kopf ruckte von einer Seite zur anderen, er riss den Rachen auf um zu schreien. Doch statt eines katzenhaften Fauchens stoben glitzernde Pollen aus seiner Schnauze.
Die beiden anderen Mau wichen einen Schritt zurück als der herum zappelnde Krieger unterbrochen wurde. Ein Pfeil pflanzte sich in seine Brust, so sauber und schnell, als hätte es das Geschoss gar nicht erst nötig gehabt durch die Luft zu sausen.
Der Mau klappte zusammen und fiel rücklings auf den Boden, der, wie die beiden schockierten Überlebenden bemerkten, nicht mehr nur ein erdiger Pfad war, sondern eine bläuliche Pflanze, die nun lebhaft und schnell über ihren gefallenen Kameraden wucherte. Zeitgleich wanden sich die Katzenmenschen um, in die Richtung, aus der der Pfeil gekommen sein musste.
Kaum erblickten sie den Schützen, nur wenige Meter den Pfad entlang, als auch schon ein weiterer Pfeil heran raste und einem Mauleben ein Ende setzte.
Nur mehr ein Katzenmensch stand, fauchte wütend und stürmte auf den Schützen zu, die geschliffene Knochenklinge zückend die sie als Waffen trugen. Der Schütze, ein Asmodier mit schwarzen Haaren, fast so groß wie ein Mau, machte keine Anstalten einen neuen Pfeil auf die Sehne zu legen.
Er stand ruhig da, den Bogen locker nach unten gerichtet, sah dem Mau entgegen. Fast hatte dieser ihn erreicht, als der Mau stolperte und fiel. Er kreischte schrill, wütend, verärgert, versuchte wieder hoch zu kommen.
Er stemmte sich eiligst mit den Händne auf nur um sofort wieder nach vorne zu sacken. Geschlitzte Katzenaufen wanden den Blick zurück, er sah an sich herab. Eine Pflanze, gleich der, die seinen ersten Gefährten stumm und blind werden ließ, war aus dem Boden gebrochen und hatte sich peitschengleich um seine Knöchel gewickelt.
Mehr noch, sie wuchs, schlängelte sich sein Bein hinauf. Er schlug hektisch mit der Klinge danach, doch für jeden Knospen den er der Pflanze ab hieb sprossen zwei neue. Sekundenlang ging dieses Spiel, ehe das Wachstum urplötzlich abbrach.
Der Mau hieb weiter, die Pflanze wurde Stück für Stück zerhackt, welkte sogar noch ans einem Bein. Er hatte sich just vollends befreit, als ein Schatten auf ihn fiel.
Der Pflanze wegen hatte er den Schützen vergessen. Ein Pfeil bohrte sich aus nächster Nähe in sein Auge.

Phiti schulterte den Bogen und spie aus. Er hasste das. Jetzt bereits. Mehr noch, er hasste seine Aufgabe bei diesem... Angriff.
Kaum einen Tag war das Treffen her, knapp bemessen war die Zeit bis zu dem, was Yhiseo Angriff nannte. Und obschon seine Aufgaben einfacher nicht hätten klingen können, stellten sie ihn vor schier unüberwindbare Probleme.
Kiske sollte er sammeln, so der rothaarige Beta, Fallen dazu wären auch praktisch, ergänzte die bleiche Daeva namens Tylinn, die, wie Phiti schockiert feststellen musste, schwanger war. Er hatte erst einmal mit ihr gesprochen, und doch reichte dieses Mal aus um sie für sich als unhöflich und keifend einzustufen.
Sei es wie es sei, er hatte seine Aufgaben zu erfüllen. Es waren Aufgaben der Legion, zu der Phiti, obschon Razan es oft genug anzweifelte, sich zählte.
Mehr noch, er wollte vor Yhiseo nicht ebenso respektlos und beleidigend auftreten indem er seine Pflichten nicht erfüllte, wie der Hüne Drangur es auf dem Treffen getan hat.
Das Aufbegehren des massigen Daeva während der Versammlung, keiner der Anwesenden würde sich um die Rettung Razans und Alazais' kümmern, war in Phitis Augen ein klares Anzweifeln der Autorität Yhiseos. Drangur, von dem Phiti nicht wusste was er halten sollte, hatte dem Beta damit in aller Öffentlichkeit unterstellt, nicht Herr der Lage sein zu können.
Also hatte sich Phiti gleichsam sofort nach dem Treffen aufgemacht, diese Aufgaben zu erfüllen. Sein erster Halt war die Taverne Balthasars.
Er hoffte hier Kirunrael zu treffen, doch erschien es ihm müßig wahllos an den Türen zu klopfen. Sandvika, die Wirtin, hätte er beim Wohl des Turms nicht gefragt. Fast aus Glück, sofern man es so nennen konnte, stolperte er über einen Trostpreis in seinen Augen.
Durch eine offene Zimmertür sah Phiti den rothaarigen Kantor, dessen Name Shinrai war. Nun galt es eine Wissenslücke zu schließen, die den Jäger bisher nie interessiert hatte: Was war ein Kisk? Als pragmatischer Daeva war ihm alles, was in Richtung Äther und dem Daevasein ging, zuwider. Nachdem es ihm der Kantor erklärt hatte, zog Phiti weiter.
Geld.
Viel davon, denn Shinrai hatte in seiner Erklärung etwas angeführt, was ein Besuch in Pandämonium bestätigte: Kisks kosteten ein kleines Vermögen. Unbezahlbar für Phiti, der genug Geld besaß um mit Stolz eine Flasche klaren, basfeltischen Schnaps sein Eigen zu nennen.
Ein kurzer Briefwechsel mit Yhiseo, der ihm Gelder der Legion zur Verfügung stellte, bereinigte dieses Problem. Nun lagen vier handliche, durch Äther aktivierbare Kisks in Phitis Schuppen, im Ruhezustand klein genug um sie in einer Hosentasche auf zu bewahren.
Er nahm Abstand von ihnen. Obschon nicht in Benutzung spürte er ihren Äther schon meterweit entfernt. Doch was ihn mit mehr Ekel erfüllte, waren die Fallen die verlangt wurden. Fallen. Er war ein Jäger, kaum ein Krieger.
Er konnte kämpfen, und trotzdem... Fallen blieben für die Jagd. Bärenfallen, die Mosbären zu Fall brachten, Fußschlingen in die man Darus scheuchte.
Für den Angriff war klar anderes verlangt. Er kannte den Namen der Fallen, die von Daeva benutzt wurden, seit seinem ersten Besuch Pandämoniums vor vier Jahren: Tripeed.
Er hatte sie nie benutzt, denn einst erklärte man ihm wie sie funktionierten. Es bedurfte dem Äther eines Daeva die Pflanzen zu wecken, einzustimmen. In Phitis Ohren klang das, als würde er mit diesen Tripeed kleine Elim aussträuen.
Er schauderte immer bei diesem Gedanken. Pflanzen sollten nicht denken, kein Elim und kein Tripeed. Er hatte sie nun zum ersten Mal benutzt. Drei Mau, zwei davon durch die Pflanze fast schon alleine ausgelöscht.
Er hatte sich geekelt als er die Samen auf dem Waldpfad gepflanzt hatte. Er spürte das Leben der Pflanzen, das Verlangen, benutzt zu werden und Unheil zu bringen. Sie fesselten, blendeten, töteten. Bevor sie selbst einfach starben.
Dies war kein kämpfen, keine Jagd. Wie konnten andere Daeva sie ohne Skrupel benutzen? Es war schrecklich. Hätte Phiti auf etwas wie Berufsehre wert gelegt, hätte er sich in dieser verletzt gefühlt. Die Wirkung war verheerend, doch blieb dabei keinerlei Erfolg, nichts, was man selbst erledigen musste. Es war sauber, glatt, es war Äther.
Genauso Äther, wie die Techniken anderer Schützen Asmodeas, mit ihrer Umgebung zu verschmelzen. Phiti hatte es erst zwei, dreimal benutzt, und immer fühlte es sich an, als würde der dabei benutzte Äther in ihm herum wühlen.
Es war ein böses Gefühl, ein schlechtes Gefühl. Ein Gefühl, dass ihm eine leise Ahnung dafür verschaffte, warum manch einer sich ganz dem Äther verschrieb und Magier wurde. Zu Daeva wie Razan passte es, zu Lafandas.
Aion, Phiti hätte nun auch gut verstehen können wenn Kiminayu ebenso mit magischen Kräften hantieren würde. Doch umso befremdlicher war es für ihn, wie Kirunrael, der Kleine, diesem Gefühl standhielt.
Doch es waren müßige Gedanken. Vielleicht erlebte jeder den Äther anders.
Phiti wusste nur eines: Er würde ihn so selten wie nötig einsetzen.
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