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 Wiederkehrende Träume...

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BeitragThema: Wiederkehrende Träume...   Do Jan 06, 2011 10:02 pm

OOC: Also, dies ist meine allererste Geschichte die ich verfasst habe.
Bitte erwartet keinen edlen Roman der Oscarreif wäre Razz
Allerdings bitte ich euch sogar darum Kritik, ob gut oder schlecht, abzugeben. Gern auch hier.

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Immer wieder knallt der wütende Wind gegen das kleine Haus aus Holz am Waldesrand, in dieser verwunschenen Nacht.
Versteckt von anmutigen Bäumen, die sich wie eine schützende Mauer an ihrem Zuhause entlang ziehen.
Dadurch wohl bewahrt, das ihr kleines Heim einfach davon fliegt oder von einem kräftigen Windstoß mitgerissen wird.
In recht kurzen Abständen hellt der Himmel auf, nur um die Welt kurz danach wieder in Dunkelheit versinken zu lassen.
Begleitet werden diese angsteinflößenden Lichtblitze von fiesen, und gemeinen Donnerschlägen.
Es rummst, und zwar gewaltig. So gewaltig das man jedesmal aufs neue zusammenzucken muss.

In mitten dieses unheimlichen Wetterspektakels liegt ein kleines Mädchen kauernd in ihrem Bett.
Die Decke weit über den Kopf gezogen.
Vielleicht ist man so ja vor diesem wütendem "Etwas" da draußen sicher. Jeder Donnerschlag entlockt der kleinen
ein angstvolles Aufstöhnen.
Nach einem erneutem, gewaltigen Grollen wird aller Mut zusammen genommen der noch übrig ist.

Die Decke schiebt sie sich ein klein wenig vom Gesicht um durch das dunkle Zimmer spähen zu können.
Zum Vorschein kommen gold leuchtende Augen... Ein sachter Farbenschimmer der gern mit dem Mondlicht verglichen wird.
Ihre Haut ist fast weiß, ebenso ihr Haar welches ihr in wilden Strähnen um den Kopf herum tanzt.
Ihr Alter würde wohl derzeit auf etwa 6 Jahre geschätzt werden.

Ganz anders dagegen das Mädchen wohin der Blick des kleinen Mondgesichtes nun geht.
Das Bett neben ihrem eigenen wird kurz musternd überflogen, wohl um sicher zu gehen das es noch befüllt ist.
Auch das Mädchen in dem anderen Bett kann nicht schlafen, der Krach draußen am Himmel raubt wohl auch jener den Schlaf.
Sie schaut zu den kleinen goldschimmernden Augen. Ihre eigenen sind hellblau, erinnern an einen klaren Himmel, ohne
das dieser von Wolken durchzogen ist.
Ihr Haar ist mit einem hellem Lilaton durchzogen, schon recht lang hängt es ihr lockig über die Schultern.
Auch ihre Haut ist sehr hell und grenzt schon an die Farbe des Schnees. Das Alter dieser kleinen Dame wird wohl zu dieser Zeit
etwa 11 Jahre sein.
Leise, nicht mehr als ein Flüstern, ist ihre Stimme durch das Zimmer zu vernehmen.

"Ty, hast du immernoch Angst vor dem Gewitter?"

Diese Worte sind keineswegs gefüllt mit Spott oder gar ein Vorwurf.
Es sind sanfte Worte, voller Sorge und Zuneigung.
Sie laden förmlich dazu ein beantwortet zu werden.

Das kleine Mondgesicht nickt sehr energisch mit dem Kopf, mehr nicht.
Die Angst scheint ihr sogar die Fähigkeit zum sprechen zu rauben.
Das lilahaarige Mädchen hebt ihre Decke etwas an, scheint die einladende Geste sich zu ihr zu gesellen.
Ty lässt sich nicht lange bitten. Schnell, wie der Wind draußen tobt, schlägt sie ihre
Decke mit solchem Schwung zurück das jene sogleich mal neben dem Bett auf dem Boden landet.
Das doch recht kleine und schlanke Mädchen springt von ihrer Matratze auf, stolpert eine handbreit
über ihre eigenen Füße und saust auf das andere, einladende, Bett zu.
Kaum angekommen springt sie dem anderen Mädchen in die Arme. Diese belächelt es zärtlich, legt die
Decke über Ty und schließt sie sanft in ihre Arme.

"Du brauchst keine Angst haben, ein Gewitter beschert uns Regen und der Regen
segnet uns mit guter Ernte."

Ty schnieft nur sehr leise, schmiegt sich eng in die schützenden Arme des liebevollen Mädchens.

"Aber Sharin... es ist so laut, es hört sich an als wäre der Himmel böse mit uns.
Darf ich diese Nacht bei dir schlafen, Schwester... bitte?"

Letzeres klingt so wehleidig und wird begleitet mit einem flehendem Blick, das wohl niemand hätte
"nein" sagen können.
Also nickt ihre große Schwester, flüstert nur ein paar leise Worte zur Beruhigung.

"Kannst du Ty... ich werde immer auf dich aufpassen, bin doch deine große Schwester!"

Die kleine Ty beantwortet das ganze mit einem seeligem Lächeln auf den Lippen bevor
sie ihre Augen schließt um endlich vom Schlaf überwältigt zu werden.

Wie sich herausstellt sollte dieser Schlaf nicht lange andauern.
Kurz nachdem sich die Traumwelt über das Geschwisterpaar hermacht, ist ein merkwürdiges Stimmengewirr
zu vernehmen. Es ist laut, völlig zusammenhanglos.
Die beiden Mädchen erwachen, zeitgleich sehen sie sich an. Sharins Blick ist sorgenvoll wärend
Ty völlig verwirrt in die Augen ihrer Schwester schaut.

"Das hört sich nach Mama und Papa an, ich glaube sie streiten schon wieder."

Sharin scheint ein kluges Kind zu sein denn tatsächlich tobt im Nebenzimmer ein Streit den nun wohl
niemand mehr überhören kann.

"Es tut mir leid. Soetwas kann man nunmal nicht beeinflussen.
Kannst du denn nicht einfach das lieben was du hast, was ich dir geschenkt habe?!"

Diese Worte stammen eindeutig von einer Frau welche ziemlich aufgebracht scheint.
Als Antwort auf die Worte der Mutter erklingt eine tiefe und drohende Männerstimme.
Allem Anschein nach wohl sehr wütend.

"Du bist völlig nutzlos, bringst es nichtmal fertig mir das zu geben wesshalb
ich mich überhaupt mit dir herumschlage!"

Es folgt ein Moment der Stille, eine Stille die noch weit aus unheimlicher ist als der tobende Sturm
draußen vor der Hütte.
Kurz, und nur für den Bruchteil eines flüchtigen Momentes wird dieses Schweigen durchschnitten, von einem Geräusch
welches Sharin schon viel zuoft gehört hat. Es ist jenes Geräusch welches erklingt wenn sich ihr Vater
für eine Schlacht vorbereitet.
Ein Schwert wird aus seiner Schutzhülle gezogen...

Das lilahaarige Mädchen wird nervös, steigt aus dem Bett und reicht ihrer Schwester die Hand.

"Lass uns nachsehen ob Vater wieder in den Krieg ziehen muss. Wir wollen uns doch verabschieden, hm?"

Ty umschlingt die Hand ihrer Schwester mit der eigenen, krabbelt aus dem Bett und tappst ungelenk neben ihr her
wärend sie sich einen Weg durch das dunkle Zimmer zur Tür bahnen.

"Aber, er ist doch erst vor 2 Tagen wieder nach Hause gekommen...
Muss er denn wirklich schon wieder weg?"

Sharin antwortet nicht darauf sondern öffnet die Tür um mit ihrer Schwester, an der Hand, das Zimmer zum Flur
hinaus verlassen zu können. Beide Mädchen schleichen sich zum Nebenzimmer, so leise wie es ihnen möglich ist.
Die Tür des Nebenzimmers steht offen, eine Kerze brennt auf dem Tisch unter dem Fenster und spiegelt
sich darin wieder.
Ihre liebevolle Mutter sitzt kerzengerade auf dem Bett. Arme und Hände hat sie ausgestreckt,
alles deutet auf eine abwehrende Haltung hin. Ihre Stimme zittert vor Angst, flehend und voller
Gnade winselnd.

"Bitte, lass es uns erneut versuchen...
ich liebe dich, ich würde alles für dich tun!"

Nun kommt auch endlich das Bild, welches sich den beiden Kindern darbietet, in dessen Verstand an.
Mit gezogenem Schwert steht der Mann über der Frau. Hält es, mit der Spitze vorran, direkt auf ihre Brust.
Seine Stimme überschallt sogar die restlichen Worte der Mutter...

"Du verfluchtes Weib hast schon genug angerichtet!"

Sharin blickt ungläubig auf das Rückenfell ihres Vaters, unfähig zu sprechen, aus Angst dadurch vielleicht noch alles
schlimmer zu machen.
Ty presst sich eng an die Seite ihrer Schwester, mit wachsender Unruhe verfolgen ihre Augen
das Geschehen in diesem Zimmer.
Der Mann greift mit der freien Klaue nach dem Haarschopf seiner Frau, es dauert nicht einmal solang
wie ein Atemzug...
Er hebt das Schwert, jedoch nur um es kurz darauf mit der Spitze in die Brust der Mutter zu jagen.
Immer tiefer versenkt er die Klinge im Körper der Frau, welche nur für einen kurzen Augenblick
einen erstickenden Schrei los lässt.

"Ich wusste das es ein Fehler war mich mit einem Menschenweib abzugeben.
Die Jahre sind verschwendete Zeit. Elendes Miststück!"

Sharin legt eine Hand auf ihren Mund um nicht laut loszuschreien. Ihre Augen starren voller Entsetzen
auf einen kleinen Fluss aus Blut das sich seinen Weg vom Bett zu Boden bahnt.
Die kleine Ty starrt mit völliger Verwirrung auf das Blut an dem Stahl des Schwertes, welches
der Vater mit einem schmatzendem Geräusch aus der Brust der Frau zieht und
nun schlaff in der Klaue an seiner Seite hängen lässt.
Die Augen des kleinen Mondgesichtes werden blass, verlieren ihren ursprünglichen Glanz.
Abwechselnd springt ihr Blick von der toten Mutter zum Schwert... Vater.. und wieder zurück.
Langsam und voller Fragen erfüllt kommen ihr die Worte unbewusst über die Lippen...

"Mama... ?"

Ruckartig dreht der Mann sich zur Tür, lässt mit der Klaue den Haarschopf der Frau los, welche nun einfach
leblos zur Seite wegkippt.
Diese Augen...
Ein blutrotes Leuchten...
Gefährlicher als alles was Ty jemals gesehen hat.
Sie graben sich tief in ihre kleine Seele...
Starren sie wie gebannt an, gefangen in einem Meer aus Blut und Hass.
Sie ist so gefesselt das sie nichtmal bemerkt wie Sharin an ihrem Arm zieht, sie von der Stelle wegzerren will.

"Tylinn! Komm schon! Lauf, bitte LAUF!"

Das ist alles was sie vernimmt.
Obwohl Sharin ihre kleine Schwester regelrecht anschreit, kommt es ihr nur vor
wie ein fernes Flüstern. Doch Sharin schafft es das kleine Mädchen mit sich zu reißen.
Der Blickkontakt zum Vater verliert sich dabei in einem Nebel.. ein Schleier der sich über ihre
kleine zarte Seele legt, ihren Verstand umschließt.

Sie läuft, lässt sich von Sharin führen... diese stürmt wie von Sinnen auf die Haustür zu.
Reißt sie auf.. zerrt Tylinn hinter sich her, raus in den prasselnden Regen...
Sie schaut sich nicht um, rennt nur so schnell wie ihre Beine und Füße sie tragen können.
Hinter ihr Tylinn... sie wagt einen Blick über die Schulter, zurück zu ihrem Zuhause.

Und da sind sie wieder...
Diese blutroten Augen die sich durch die Dunkelheit fressen.
Der Vater steht am Eingang, blickt den Mädchen hinterher, ruft ihnen etwas nach..
Die Worte jagen schallend und bedrohlich durch die Nacht und unterstreichen nur noch
intensiver diesen Hass.. diese durchdringenden bösen Augen...

"Ja, rennt nur! Verluchte Bastarde! Euch kriege ich auch noch!"

Noch immer rennen sie... in den Wald, immer tiefer hinein in der Hoffnung von all den
Bäumen geschüzt zu werden.
Die Hütte ist schon außer Sicht, nur noch das Dunkel begleitet die beiden flüchtenden Kinder.
Das einzige was zu hören ist sind Sharins schnelle Atemzüge, nach Luft ringend.

"Wir suchen im Wald nach Schutz, ich werde dich niemals allein lassen... !"
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