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 Tajiras Geschichte

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BeitragThema: Tajiras Geschichte   Di Okt 05, 2010 1:09 am

Kurz zur Einleitung: Mir ist leider erst gestern aufgefallen, dass ich die einzelnen Teile von Tajiras Geschichte irgendwie mal hier mal da (den eigendlichen Background sogar bisher nur im AN-Forum) gepostet habe, und da dacht ich mir mach ich mal den Thread hier neu auf um mein Geschreibsel mal wieder an einem Ort halbwegs chronologisch zusammen zu ziehen. Erstmal steht hier also nichts neueres, als an anderer stelle schonmal zu lesen war, ich werd aber dann hier weiter fortsetzen, sobald ich wieder etwas hab.
Nun aber genug der Worte, hier zum allgemeinen Nachlesen "Tajiras Geschichte":

_______________________________________

I – Kindheit und Jugend

Tajira wurde in einem kleinen Dorf in den nördlichen Bergen von Ishalgen geboren. Auch wenn es ihren Eltern Jahr um Jahr immer schwerer viel genügend Kinah nach hause zu bringen um die kleine Familie zu versorgen, hatte Tajira doch eine durchaus glückliche Kindheit.
Die einfachen Lebensbedingungen, unter denen sie aufwuchs, führten dazu, dass sie sehr direkt in ihrem Handeln wurde. Lange vorausplanen hat sie nicht gelernt, da in ihrem Dorf jeder Tag anders verlaufen konnte als der Letze, und es selten Dinge gab auf die wirklich verlass war. Improvisation und das schnelle Reagieren auf Veränderungen waren mehr gefragt, als langfristige Vorhaben deren Gelingen niemand garantieren konnte.
Sie ist daher sowohl was die Beurteilung von Situationen angeht als auch in ihrem Handeln sehr spontan, wird sich aber niemals vor den Konsequenzen ihrer Handlungen drücken. Denn eine weitere Lehre ihrer Kindheit war die, dass man dass was man anfängt auch tunlichst zu Ende bringen sollte. Und so wird sie von allen die sie kennen als unkomplizierte und zuverlässige Weggefährtin geschätzt.

Als irgendwann der Tag kam, an dem ihre Eltern, trotz ihrer tatkräftigen Mitarbeit auf dem Hof , nicht länger in der Lage waren sie alle drei zu versorgen, fasste Tajira den Beschluss fort zu gehen. Sie hatte schon seit längerer Zeit eine Veränderung in sich festgestellt, und hatte Fähigkeiten entwickelt, die sich niemand so recht erklären konnte.
In kalten Winternächten, wenn das Brennholz zur Neige ging war sie es, die die Luft im inneren der kleinen Schlafkammer, die sie sich mit ihren Eltern teilte, erwärmte. Ebenso war sie es, die ein Feuer, welches eines Tages auf einem der Felder ausgebrochen war, mit einem einzigen Wort zum verlöschen gebracht hatte.
Sie war sich sicher. Aion selbst hatte sie mit dieser Gabe gesegnet, und sie wollte tun was immer sie konnte um diese Gabe zu nutzen und endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Und wer weiß, vielleicht wäre sie mit etwas Glück auch in der Lage irgendwann ihren Eltern all das zurück zu geben, was diese für sie geopfert hatten. Blut für Blut. Das war schließlich der Leitspruch der Asmodier. In ihrem Dorf gab es dazu jedoch kaum Möglichkeiten.

Lange zeit zog sie allein durch die Lande und verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Tagelöhnerin, bis eines Tages das Dorf, in dem sie unter gekommen war, von einem Trupp Mau überfallen wurde. Es war ein schreckliches Gemetzel, doch wieder sollte Aion seine schützende Hand über seine tapferen Untertanen halten. An eben diesem Tag kampierte eine kleine Einheit einer Legion Daevas ganz in der Nähe des Dorfes und als der Kampfeslärm zu ihnen herüber drang, zögerten sie keinen Moment dem Dorf zu Hilfe zu eilen.
Der Kampf war heftig aber kurz. Die Mau hatten den Kräften der Daeva nichts entgegen zu setzen und so zogen sich die wenigen die überlebt hatten weit in die Berge zurück.
Die Bewohner des Dorfes waren ihren Rettern überaus dankbar, und auch Tajira war in jenen Momenten nach dem Kampf von nichts als Dankbarkeit und Bewunderung für ihre Retter erfüllt. Kaum traute sie sich, einen dieser Ehrfurcht gebietenden Kämpfer an zu sprechen, doch als am Abend von den Dorfbewohnern ein kleines Fest zu Ehren der Krieger veranstaltet wurde lockerte sich die Stimmung soweit, dass sie sich schon bald in einigen fesselnden Gesprächen mit den Streitern jener Legion, die sich Argo Navis nannte, wieder fand. Und was sie von ihnen hörte sollte ihr noch lange im Gedächtnis bleiben.
Die Geschichten waren eigentlich zu fantastisch, als dass sie hätten war sein können, und doch fühlte Tajira, dass in jeder einzelnen der Erzählungen über die Kämpfe und Schlachten im Abyss, über die Zwielichttore und die größere Wahrheit die in ihnen verborgen lag, mehr als bloß ein Körnchen Wahrheit enthalten sein musste.

Und so blieben diese Geschichten ihr lange Zeit im Gedächtnis. Sie füllten ihren Kopf mit Ideen und machten sie rastlos auf der Suche nach jenem größeren Ganzen, welches sich nicht einmal von den mächtigen Daevas vollständig erfassen lässt.
Wieder zog sie durch die Lande, bestrebt ihr Dasein mit einem Sinn zu füllen, bis sie sich schließlich entschied in das Aldelle Basin hinab zu steigen um sich Ulgorns Bande von Räubern an zu schließen und dort ihr Glück zu versuchen.
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BeitragThema: Re: Tajiras Geschichte   Di Okt 05, 2010 1:10 am

II – Ausbildung

Die erste Zeit bei Ulgorns Leuten verging wie im Flug. Schon wenige Wochen nach ihrer Aufnahme in die Gruppe wurde Jandir, einer der Magier im Lager, auf Tajira aufmerksam und nahm sie bei sich auf. Zum ersten mal in ihrem Leben hatte sie jemanden gefunden, der ihren Kräften, welche sie selbst noch immer nicht wirklich verstand, nicht mit Misstrauen begegnete sondern ihr im Gegenteil nicht nur Interesse sonder auch Erklährung und Lehre anbot.
Im folgenden Jahr lernte Tajira viel über ihre Kräfte, wie man sie konzentrierte, bündelte und dann gezielt einsetzte um die Elemente selbst zu manipulieren. Jandir brachte ihr bei, die Macht der Elemente zu nutzen um sich gegen ihre Feinde zu verteidigen, eine Magische Barriere zu errichten die kein normaler Angriff durchdringen kann und seine Feinde mit Feuer und Eis an zu greifen und und zu vernichten.
In diesem Jahr verließ sie das Lager so gut wie nie. Immer hatte Jandir etwas für sie zu tun, eine neue Übung die es zu meistern oder ein neues Buch über die tieferen Mysterien der Magie, das es zu lesen galt. Und so kam Tajira, trotz all dem Aufregenden und Neuen dass sie lernte, die Zeit bis zu jenem Tag unendlich lang vor, an dem Jandir ihr zum ersten mal erlaubte ihn auf einem von Ulgorns Aufträgen zu begleiten.

Ihre Aufregung, als sie zum ersten mal neben ihrem Lehrer stand und es darum ging einer Herde von Braxen, die in panischer Flucht geradewegs auf die Felder eines nahen Dorfes zu hielt und damit die gesamte Jahresernte in Gefahr brachte, Einhalt zu gebieten, ist ihr noch gut im Gedächtnis. Ja, sie erinnert sich sogar noch an jenen Moment als Jandir ihr das Tier zeigte, welches die Herde zu führen schien, und sie zum ersten mal einen kleinen Feuerball auf ein lebendiges Ziel schleuderte.
Das Feuer war bei weitem nicht stark genug um einen ausgewachsenen Brax zu töten, aber es reichte aus um das ohnehin schon Panischen Tier zur Flucht in eine andere Richtung zu bewegen.
Gerne denkt Tajira an jenen Moment zurück, an dem sie realisierte das sie ihre Kräfte zum ersten Mal gezielt für etwas nützliches eingesetzt hatte und dass sie durch diese, im Nachhinein betrachtet doch recht simple Tat, ein ganzes Dorf vor dem Hunger bewahrt hatte. Auch wenn die Dorfbewohner nie erfuhren wer genau ihnen geholfen hatte, da Ehre wie auch Schande immer auf Ulgorns gesamte Truppe zurück fiel, war sie doch stolz auf sich und ihr können und sie wird niemals den stolz in den Augen ihres Lehrers vergessen, als er ihr zu ihrem Erfolg gratulierte.

In den darauf folgenden Monaten nahm Jandir sie immer öfter mit auf die verschiedensten Unternehmungen, und schließlich kam der Tag an dem er ihre Ausbildung für abgeschlossen erklärte und sie als vollwertige Magierin in Ulgorns Dienste trat.
Und so gingen weitere Monate ins Land in denen sie in Ulgorns Auftrag unterwegs und an vielen kleineren und größeren Unternehmungen beteiligt war. Dann, es war kurz nach ihrem zwanzigsten Geburtstag, sollte ein weiterer jener Tag kommen an denen ihr Leben eine unerwartete Wendung nahm.

In vielen Dörfern wurden Gerüchte laut, dass die Lepharistischen Revolutionäre in Ishalgen gesichtet wurden, und so sandte Ulgorn seine Leute aus um die Eindringlinge auf zu spüren und herauszufinden, was sie in diese Gegend trieb.
Tajira war alleine unterwegs, war doch der Kampf nicht teil des Auftrags, und sollte bei ihrer Suche Erfolg haben.
Die Bewohner eines Dorfes berichteten ihr, dass die Revolutionäre ein kleines Lager ganz in der nähe aufgeschlagen hatten, und so schlich sie sich eines Abends dort hin um möglichst viele Informationen über die Pläne der Revolutionäre zu bekommen. Womit sie nicht gerechnet hatte war der Fremde, der bei ihrem Eintreffen bereits am Lager war.

Tajira hatte vorgehabt sich möglichst leise an zu schleichen und eventuell ein paar Gespräche zu belauschen, doch als sie am Lager eintraf herrschte dort helle Aufregung. Ein fremder Kämpfer stand dort, umringt von vier Revolutionären, und es tobte ein heftiger Kampf. Offenbar war es dem Fremden, bereits gelungen ein paar Wachtposten zu überwältigen, doch der übermacht seiner momentanen Gegner schien er nicht gewachsen.
Zwar gelang es ihm die meisten Schläge mit seinem Kampfstab zu parieren, jedoch war seine Lederrüstung schon von Schrammen übersät. Lange würde er nicht mehr durchhalten.
Tajira fluchte innerlich, eigentlich sollte sie sich abwenden, zu Ulgorn zurückkehren und ihm von dem Lager berichten. Was scherte sie das Schicksal eines Fremden?
Doch so sehr sie es auch versuchte, sie konnte sich nicht von dem Anblick des Kampfes losreißen. Und als sie Schließlich sah, wie einer der Revolutionäre im Rücken des Fremden zu einem tödlichen Schlag ausholte, handelte sie.

Schnell war die Formel gesprochen, die das Feuer rief und die folgende Explosion warf den Angreifer zu Boden.
Einige weitere Gesten und Worte folgten, und schon gehorchten ihr die Pflanzen, die sich nun um die Füße des zweiten Angreifers wanden und ihn an Ort und stelle festhielten.
Der dritte Angreifer lief auf sie zu, doch noch einmal rief sie die Naturgewalten und schleuderte ihm eine Welle von eisiger Kälte entgegen, die ihn zurück taumeln ließ.
Tajira hatte dadurch zwar nur ein paar Sekunden gewonnen, doch diese reichten um den magischen Schild zu errichten, der sich genau zur rechten zeit aufbaute um den ersten Schlag des Angreifers ab zu blocken. Unter seinem Schutz hatte sie nun wieder genug Zeit um einen weiteren Zauber zu sprechen und auf ihren Gegner zu schleudern. Und die Todesangst in den Augen des Angreifers, nur Sekunden bevor die Flammen an ihm hoch züngelten und ihn endgültig erledigten, gehört seither ebenfalls zu den Dingen die Tajira nie vergessen wird. Doch der Kampf war noch nicht zu ende.
Grade war dieser Gegner zu Boden gegangen, da stürmte auch schon der nächste auf sie ein. Offensichtlich war es dem zweiten Angreifer gelungen sich von den Pflanzen zu befreien. Nun war er bei ihr und schlug mit dem Schwert auf ihren Schild ein.
Zwei Schläge prallten wirkungslos an der magischen Barriere ab, doch schon merkte Tajira das ihre Kräfte, mit denen sie den Schild aufrecht erhielt, schwanden. Schnell versuchte sie einen weiteren Zauber zu sprechen doch der Schutz brach bevor sie ihn beenden konnte.
Das Schwert des Angreifers traf sie an der Schulter und ließ sie mit einem Aufschrei zurück torkeln.
Wieder holte der Angreifer aus und wieder versuchte sie Panisch einen Zauber zu weben, der sie vielleicht noch retten konnte. Doch auch diesen Zauber sollte sie nicht vollenden.
Ein lautes knacken ertönte, als der Stab des fremden Kämpfers auf den Hals des Angreifers nieder sauste und ihm das Genick brach. Offensichtlich war es dem Fremden gelungen die beiden letzten Revolutionäre unschädlich zu machen und ihr zu Hilfe zu kommen.
Überrascht blickte Tajira ihn an und musste schließlich lachen. Hatte sie nicht ihn retten wollen?
Der Fremde stellte sich ihr schließlich als Shinrai vor, und auch wenn man es ihm nicht wirklich ansah, so schien er doch ein wandernder Priester zu sein, denn es gelang ihm ohne mühe ihre Schulterverletzung allein mit der Kraft einiger Worte zu heilen.
Gemeinsam durchsuchten sie das Lager der Revolutionäre nach hinweisen auf ihr vorhaben und da Shinrai, wie er sagte, keine feste bleibe, kein Heim und keine Familie hatte bot sie ihm an ihn Ulgorn vor zu stellen. Gute Heiler und Kämpfer konnten sie schließlich immer gebrauchen.
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BeitragThema: Re: Tajiras Geschichte   Di Okt 05, 2010 1:11 am

III – Daeva

Tajira hatte Shinrai bei Ulgorn zurückgelassen und war direkt zu Jandir gegangen um ihm von den Ereignissen zu berichten. Voller Begeisterung erzählte sie ihm von diesem Kampf und von den Kräften die sie beim versuch ihrer beider Leben zu retten entfesselt hatte, doch Jandir blickte sie nur mit einem zweifelnden blick an und tat ihre Beschreibungen als Übertreibung ab. Keinem Menschen war es möglich dem Äther so viel Energie zu entnehmen wie für diese Taten nötig wäre. Doch als Shinrai ihre Geschichte schließlich bestätigte stahl sich doch ein sehr ernster Ausdruck in das sonst eher fröhliche Gesicht ihres Lehrmeisters.

Bereits wenige Tage später rief er Tajira erneut zu sich und stellte ihr Haldin vor. Tajira war zunächst überrascht mit wie viel Respekt Jandir dem Fremden begegnete, konnte dieser doch nicht viel älter sein als sie selbst, doch wie sich schon bald herausstellte war Haldin nicht einfach irgendein Bekannter ihres Lehrmeisters, Haldin war ein Daeva aus Pandaemonium.
Schon alleine die Anwesenheit eines so mächtigen Wesens bereitete ihr Unbehagen, doch als sie erfuhr, dass Jandir den Daeva nur ihretwegen gebeten hatte ihn auf zu suchen war sie mehr als nur ein wenig Nervös.

Haldin war gekommen um Tajira zu Prüfen. Er hatte von Jandir erfahren, was Tajira vollbracht hatte und wollte sich nun selbst davon überzeugen welche Kräfte in ihr schlummerten.
Zunächst stellte er ihr einige kleinere Aufgaben, die sie unter Verwendung ihrer Kräfte leicht bewältigen konnte, doch schon bald schickte er sie auf immer schwerere Missionen die sie teilweise Tage, ja sogar Wochenlang durch die Wildniss irren ließen.
Monate zogen dahin in denen sie Haldin zu immer größeren Taten anspornte und manches mal war sie selbst überrascht, was sie alles vollbringen konnte, wenn sie sich selbst dazu trieb am Rande ihrer Kräfte noch den einen kleinen Schritt zu tun, der zur Vollendung ihrer Aufgabe noch fehlte.

Dann kam der Tag, von dem eigentlich jeder erwarten würde, dass man sich bis ans ende seiner Tage genauestens an ihn erinnern muss.
Der Tag an dem sie selbst auf stieg.
Der Tag an dem sie zur Daeva wurde.

Doch genau die Erinnerung an diesen Tag war schwammig und unvollständig. Die Veränderung, die sie erfahren hatte war so grundlegend gewesen, dass die neu geborene Daeva, welche das Haus ihres Lehrmeisters an diesem Tag zum ersten mal verließ, keinen Zugang, kein Verständnis und keine Erinnerung mehr an die Ängste und Gefühle des Menschen hatte, welcher das Haus an diesem Tag zum letzten mal betrat.
Tajira fühlte sich frei. So frei, wie kein Mensch sich je fühlen konnte. Sie breitete ihre Schwingen aus und erhob sich zum ersten mal in die Lüfte. Frei wie ein Vogel glitt sie durch den Wind, und auch wenn sie schon kurz darauf wieder landen musste, da ihre neuen Flügel schmerzten, war sie von einer Freude erfüllt, wie sie sie noch niemals empfunden hatte. Ja, sie war sich sicher.
Aion hatte sie gesegnet und in die Reihen seiner Kämpfer erhoben auf dass sie für die Rettung Asmodaes, nein für ganz Atreia, streiten konnte. Gegen die Balaur und gegen die Elyos, die ihre Vernichtung wollten.
Blut für Blut.
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BeitragThema: Re: Tajiras Geschichte   Di Okt 05, 2010 1:11 am

IV - Alptraum

Langsam, wie dickflüssiger Honig, trieben die Nebelschwaden über die Felder. Tajira stand am Tor des kleinen Hofes und lies den Blick über jene Ebene wandern, in der ihre Eltern, wie auch fast alle anderen Bewohner des kleinen Dorfes, seit Jahren versuchten dem Boden ausreichend Erträge ab zu trotzen um ihre kleine Familie ernähren zu können.
Gerade hatte sie sich umgedreht um zum Haus zurück zu kehren, da hörte sie ein Geräusch. Sie blickte über die Schulter zurück und sah eine kleine Gestalt auf einem der Felder stehen. Sie war in dem dichten Nebel kaum zu erkennen und doch war sich Tajira sicher dort Hallad, einen ihrer besten Freunde und Spielkammeraden, zu erkennen. Laut rief sie seinen Namen und begann in seine Richtung zu laufen, doch irgendetwas stimmte nicht.
Die Gestalt stand einfach nur da. Ohne sich zu bewegen, ohne zu antworten, ja, ohne auch nur im geringsten auf sie zu reagieren.
Noch einmal rief Tajira seinen Namen, doch wieder gab es keine Reaktion.
Kurz kamen ihr die Bilder von jenem Schicksalhaften Tag ins Bewusstsein, als Hallad in den Brunnen gefallen war und niemand ihn finden konnte bis es zu Spät und er im kalten Wasser erfohren war. Aber dort stand er doch nun.
„Hallad!“, erneut rief sie seinen Namen und tat ein paar weitere Schritte auf ihn zu.
Nurnoch wenige Meter trennten sie voneinander als ein lauter Schrei sie zusammenfahren ließ. War das nicht die Stimme ihrer Mutter gewesen?
Besorgt blickte sie sich zum Haus um und stellte mit Schrecken fest, dass sie das Gebäude kaum noch sehen konnte, so dicht war der Nebel mittlerweile geworden.
Als sie sich wieder Hallad zu wand stand dieser direkt vor ihr. Er hatte die letzten Meter überwunden und war nun kurz davor sie mit seinen ausgestreckten Armen zu greifen.
Tajira schrie auf, als sie sein Gesicht sah. Ja, es war Hallad, aber er war nicht mehr so wie sie ihn kannte. Sein Gesicht war bleich. Jede natürliche Farbe war daraus gewichen und das tiefe Rot unter seinen eingefallenen Augen bildete einen harten Kontrast zum gelblichen Weiß der restlichen Haut. Ein Großteil seiner Haare war ihm ausgefallen und sein Körper war von tiefen, schwärenden Wunden übersäht.
Tajira Torkelte zurück, gerade als dieses Monster, anders konnte sie dieses Wesen, das einst ihr Freund war nicht nennen, versuchte nach ihr zu greifen.
Wieder erklang der Schrei ihrer Mutter hinter ihr und auf einmal tauchten weitere Gestalten im Nebel auf. Langsam, so als würden sie schlafwandeln näherten sie sich ihr. Bald schon konnte sie einzelne Gesichter erkennen.
War das dort nicht der Bäcker aus dem Dorf?
Da nicht der Bürgermeister?
Der freundliche alte Mann, der ihr immer Süßigkeiten gegeben hatte?

Sie erkannte jeden einzelnen von ihnen, und jeder einzelne war, wie Hallad, zu etwas geworden was nicht sein konnte. Jedes Leben schien schon lange aus diesen Wesen gewichen zu sein, und doch wankten sie langsam aber beständig auf sie zu.

Tajira hielt es nun nicht mehr aus. Auf der Stelle fuhr sie herum und lief zum Haus zurück, schlug das Hoftor hinter sich zu und rief laut nach ihrer Mutter und ihrem Vater bevor sie endlich die Tür erreichte, sie auf riss, hindurch sprang und sie hinter sich ins Schloss knallte.
Einen Moment lang blieb sie stehen und rang nach Atem, lehnte die Stirn gegen das feste Holz der Tür und Schloss die Augen. Sie holte ein paar mal tief Luft bevor sie sich aufrichtete, um drehte, und in die bleichen und eingefallenen Gesichter ihrer Eltern starrte.

Tajira fuhr mit einem lauten Schrei hoch. Schweiß stand ihr auf der Stirn und sie zitterte am ganzen Körper. Gehetzt blickte sie sich in dem Zimmer, das sie im Legionshaus der Argo Navis bezogen hatte, um und brauchte ein paar Augenblicke um zu begreifen, dass es nur ein Traum und nichts weiter gewesen war.
„Verdammte Untote!“, fluchte sie leise und musste an den vergangenen Tag zurück denken, den sie zum großen Teil auf den Feldern der Havenjark-Farm in Brusthonin damit verbracht hatte die Untoten dort zu bekämpfen.
Viel zu sehr hatten sie die Ruinen dort an die kleinen Höfe rund um ihr Heimatdorf erinnert. Viel zu sehr hatte sie sich vom Schicksahl der Menschen, die dort einst gelebt hatten, beeindrucken lassen. Und viel zu sehr hatte sie sich selbst in die Aufgabe, die Untoten zu vernichten, hinein gesteigert.

Sie stand auf und ging zum Fenster. Der Wind, der von draußen hinein wehte, nachdem sie die großen Läden geöffnet hatte, und ihr kühlt über die Haut strich half ihr wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Sie blickte hinaus in die Straßen der Stadt. Jener Stadt, in der sie nun schon drei ganze Jahre lang lebte, und in der sie sich immer noch so fremd fühlte.
Ihr fehlte die Ruhe und Gemütlichkeit ihrer Heimat. Ihr fehlten all die Leute, die sie dort zurückgelassen hatte. Doch an erster stelle fehlten ihr ihre Eltern, denen sie zwar regelmäßig Geld schickte, die sie aber viel zu lange nicht mehr gesehen hatte.

Mit einem Seufzen hob sie den Blick zum zerstörten Mond und fasste einen Entschluss.
„Ich werde zurückkehren.“ sagte sie zu diesem stillen Zuhörer. „Nur für ein paar Tage, aber ich werde zu euch zurückkehren und euch wiedersehen. Bald.“
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BeitragThema: Re: Tajiras Geschichte   Di Okt 05, 2010 1:12 am

V - Heimkehr

Tajira stand in der kleinen Kammer im Hause ihrer Eltern, die ihr als Schlafraum diente. Viel mehr war es auch wirklich nicht. Außer dem wackeligen Bettgestell war nicht einmal platz für einen Schrank, und so hatte sie seit ihrer Ankunft komplett darauf verzichtet ihre Sachen aus zu packen.
Nun durchwühlte sie die Tasche in der sich ihre wenigen Habseligkeiten, die sie aus Lingard mitgebracht hatte, befanden auf der Suche nach jenem kleinen Gegenstand, den sie wieder besseres Wissen eingepackt und wie ein wertvolles Kleinod gehütet hatte. Schließlich fand sie was sie suchte.
Lange hatte sie mit sich gehadert, ob es eine gute Idee gewesen war dieses verräterische Ding, den einzigen Gegenstand hier, der ihre Identität als Daeva verraten könnte, mit zu nehmen. Der bloße Gedanke daran, wie die Menschen im Dorf, bei denen sie aufgewachsen war, und die sie nach all den Jahren wieder so freundlich bei sich willkommen geheißen hatten als wäre sie nie weg gewesen, auf diese Nachricht reagieren würden, wie sie sie anstarren würden, womöglich auch noch verehren oder schlimmeres.... Sie, die eigentlich nie etwas anderes sein wollte als die Tochter eines Bauern, und der Aion doch eine solche Bürde und Verantwortung auferlegt hatte..... Der Gedanke machte ihr Angst. Und noch mehr als der Gedanke an die Menschen im Dorf ängstigte sie der Gedanke an ihre Eltern. Wie würden sie reagieren? Würden sie sie weiterhin als ihre Tochter willkommen heißen? Bestimmt, daran hatte sie nicht den geringsten zweifel. Aber würden sie sie noch mit den selben Augen sehen? Würden sie in ihr den Menschen sehen, der ihre Tochter ist oder die Daeva, von Aion erhöht zum Schutze Asmodaes?
Sie seufzte schwer, als sie sich auf das knarrende Bett nieder lies und mit nachdenklicher Miene weiter den Stoff in ihrer Hand betrachtete. Trotz aller Furcht und bedenken hatte sie niemals daran gezweifel, dass sie richtig gehandelt hatte als sie ihn einpackte. Doch nun sollte sich alles ändern.

Nachdem sie den Brief erhalten hatte, hatte sie schon schlimmes befürchtet. In dem Schreiben hatte ihre Mutter ihr von einem Unfall berichtet, bei dem ihr Vater schwer verletzt worden war. Sie war sofort aufgebrochen, hatte alles stehen und liegen gelassen, und war auf dem schnellsten Weg in ihr Heimatdorf nach Ishalgen gereist. Ihrem Vater war es bei ihrer Ankunft zum Glück bereits wieder den Umständen entsprechend gut gegangen. Er hatte überlebt und bereits wieder, wild vor sich hin fluchend, auf seinem Bett gelegen. Aufstehen konnte er jedoch noch nicht wieder, und würde es auch für einige Zeit nicht können. Viel zu zahlreich waren die gebrochenen Knochen in seinem Körper und momentan konnte man noch von Glück reden, dass er überhaupt noch am leben war. Nichts desto trotz wurden die wirklichen Probleme erst in den folgenden Tagen offenbar.

Ihr Vater war derjenige gewesen, der die meiste Arbeit auf den Feldern ihrer Eltern verrichtet hatte. Sie hatten zwar noch einen Gehilfen, aber um die Ernte zu bewältigen war die Arbeitskraft ihres Vaters unbedingt notwendig gewesen.
In der ersten Zeit war Tajira noch häufig zwischen Lingard und Aldele hin und her gereist, und hatte den letzten Weg zu Fuß zurückgelegt, schließlich war sie jedoch Tagelang bei ihren Eltern geblieben und hatte angefangen die Aufgaben ihres Vaters zu übernehmen.
Sie war häufig den ganzen Tag auf den Feldern gewesen und hatte geholfen wo sie nur konnte,wobei die Stunden so schnell vergangen waren, dass sie die Zeit meist völlig aus den Augen verloren und immer Seltener den Rückweg nach Lingard angetreten hatte.

Irgendwann war sie an den Punkt gelangt, an dem sie eine Entscheidung treffen musste. In der Legion hatte sie eine neue Familie gefunden, aber ihre alte Familie war es, die sie nun viel dringender brauchte. Sie hatte darüber nachgedacht ihren Eltern genug Kinah zukommen zu lassen, um sich weitere Feldarbeiter leisten zu können, schließlich ließ sich als Daeva in recht kurzer zeit ein für Menschen durchaus ansehnliches Vermögen zusammentragen. Aber wie sollte sie erklären woher sie das Geld hatte ohne ihr Geheimniss zu verraten?
Schließlich war sie zu einem Entschluss gekommen, der ihr schweren Herzens doch als der Sinnvollste Weg erschien. Noch einmal betrachtete sie die Schärpe der Argo Navis in ihren Händen. Lies sie sich durch die Finger gleiten wie ein unschätzbar kostbares Tuch, legte sie sorgsam zusammen und brach ein letztes mal zur Festung Lingard auf.
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BeitragThema: Re: Tajiras Geschichte   Di Okt 05, 2010 1:13 am

VI - Der Ruf des Daeva

Dünner Nebel lag über dem Dorf. Das dämmrige Licht des Morgens fiel durch die seicht dahintreibenden Schwaden und strich die windschiefen Steinwände der Häuser im leichten Gold des Morgens.
Tajira war früh aufgestanden, wie sie es früher getan hatte, und wie sie es wieder tat seit sie in ihr Elternhaus zurückgekehrt war, und ging nun den schmalen Trampelpfad entlang, der vom Hof ihrer Eltern hinunter zum Dorf führte. Wie oft war sie früher diesen schmalen Weg entlang gerannt? Wie lang und breit war ihr dieser steinige, sich windende Pfad, damals vor gekommen?
Damals, als sie noch ein kleines Kind, die einfache Tochter eines Bauern, gewesen war. Damals, bevor sie ihre Gabe entdeckt, bevor sie sich aufgemacht hatte um zu dem zu werden, was sie nun war. Eine Zauberin, eine Daeva, von Aion gesegnet, zum wohle Asmodaes.
„Gesegnet?“ sprach Tajira leise die Frage aus, die sie schon so lange im Herzen trug. Ein kurzes, freudloses, Lachen entrang sich ihrer Kehle. „Oh, Lumiel! Hilf mir zu sehen was ich nicht sehen kann.“ Begann sie ihr leises Gebet zur Gebieterin der Weisheit. Und zum ersten mal, an diesem Morgen, auf diesem verlassenen Pfad, gleich einem Sinnbild für den sich windenden und steinigen Weg ihres Lebens, sprach sie laut von all jenen Fragen, die in ihrem Geist immer lauter nach Antworten verlangten.
Wie sollte sie ganz Asmodae, nein Atreia, beschützen wenn es gleichzeitig bedeutete, dass sie ihre eigene Familie nicht vor Unheil bewahren konnte?
Wie sollte sie die Pflichten in einer Legion wahrnehmen und zugleich die Zeit finden hier, in ihrer Heimat zu weilen?
Alleine war auch ein Daeva nichts, doch wie sollte sie unter den Daeva Anschluss finden, wenn sie hier eine Familie hatte, die sie brauchte?
Wie sollte sie das unvereinbare vereinen? Wie das Leben einer Daeva mit dem des Bauern verbinen?
Wie nur?

Tränen traten ihr in die Augen, als sie an ihre Freunde bei der Argon Navis dachte. Sie hatte sich bei ihnen wie in einer Familie gefühlt, und ihre eigene dabei fast völlig vergessen. Erst der Unfall ihres Vaters hatte sie wieder daran erinnert, dass es hinter dem Leben der Daeva auch noch das der normalen Menschen gab. Das das Sterben auch endgültig sein konnte, ohne die kraft eines Obelisken der einen wiederbelebte.
Zum Glück war dieser schreckliche Kelch noch einmal an ihrer Familie vorüber gegangen und ihrem Vater ging es wieder besser. Bald würde er schon wieder die ersten leichten Arbeiten auf dem Hof verrichten und bei der nächsten Ernte würde er wieder wie früher auf den Feldern stehen. Aber zurückkehren zum Legionsleben konnte sie dennoch nicht. Nicht noch einmal wollte sie dieses Leben so vollends hinter sich lassen bis sie fast vergaß wie es war ein Mensch zu sein, mit all den Sorgen des sterblichen Lebens.
Seufzend wischte Tajira sich die Tränen aus den Augen und trat zwischen die ersten Häuser. Ein neuer Tag wartete darauf begonnen zu werden. Und die Sorgen mussten wohl bis zur Nacht warten.

Als sie den Dorfplatz erreichte waren dort schon einige Menschen versammelt, und redeten teilweise wild gestikulierend aufeinander ein.
Neugierig, was die Dorfbewohner zu so früher Stunde bereits so sehr beschäftigte, ging sie zu den versammelten hinüber und begrüßte sie mit einem Kopfnicken.
„Azphelumbra, Freunde. Ist etwas passiert?“ fragte sie.
Mit ebenfalls leichtem Kopfnicken wurde ihre Begrüßung erwidert bevor einer der Älteren ihre frage Beantwortete.
„Azphelumbra, Tajira.“ es war Hjaldrim, der Vater eines ihrer alten Jugendfreunde. „Der Kerl hier,“ er deutete auf einen Fremden, der zwischen den versammelten stand, „behauptet tatsächlich einen Mann mit weißen Schwingen in den Wäldern gesehen zu haben.“
Er wand sich von dem fremden ab und drehte sich nun vollends Tajira zu als er fort fuhr.
„Einen Mann mit weißen Schwingen, stell dir das mal vor!“ brachte er Lachend hervor, doch es schien nicht wirklich echt. „Einen Elyos also. Hier. In unseren Wäldern!“
Wieder wand er sich dem Fremden zu. „So einen Unfug habe ich ja noch nie gehört.“ drohend ballte er die Faust und hob sie dem Fremden entgegen. „Und wenn du nicht aufhörst mit deinen Geschichten die Leute verrückt zu machen, dann....“ Er lies die Drohung unausgesprochen.
„Hörst du. Ich würde mich nicht mit ihm anlegen.“ Auch Tajira brachte ein Lachen zustande und nickte noch einmal den Versammelten zu bevor sie ging. „Ich muss weiter, so eine Geschichte höre ich lieber abends am Feuer als am frühen Morgen.“
Langsam schlenderte sie von der Gruppe fort, doch kaum dass sie außer Sichtweite war beschleunigte sie ihren Schritt.
Ein Elyos in Ishalgen? Das hatte es ihres Wissens nach tatsächlich noch nie gegeben. Risse waren hier unbekannt und dieser Teil Asmodaes galt daher weithin als sicher. Aber dennoch ließ ihr diese Nachricht keine Ruhe. Da waren sie wieder, die Pflichten der Daeva.
„Nun gut,“ dachte sie und schloss kurz die Augen, „dann werden die Einkäufe wohl warten müssen.“

Die Wälder um ihr Heimatdorf herum erstreckten sich zum Glück nicht all zu weit, und dennoch verbrachte sie den halben Tag zwischen den hohen Bäumen, ohne die geringste Spur des angeblichen Elyos zu finden. Sie war schon fast zu der Überzeugung gelangt, dass es sich wohl tatsächlich nur um eine Geschichte handeln musste, da ließ sie ein knacken herum fahren.
Hinter ihr, nur ein paar Schritte entfernt stand er. Ein hoch gewachsener Mann mit der hellen Haut der Elyos. Wäre er nicht auf den Zweig getreten hätte sie ihn wohl nicht bemerkt, doch so standen sie sich nun von Angesicht zu Angesicht gegenüber.
Tajira lies ihren Blick kurz über die Ausrüstung des Elyos wandern. Kettenrüstung, Schild, Streitkolben. Ein Kämpfer also, vermutlich ein Kantor.
Ein überhebliches Lächeln spielte um die Lippen des Elyos als er nun einen Schritt auf Tajira zu machte. Erst da viel ihr auf, dass sie selbst nur ihre einfache Tunika trug und weder Buch noch Kugel dabei hatte. Sie war unbewaffnet und der Fremde musste glauben einen einfachen Menschen vor sich zu haben.
Auch in ihrem Gesicht machte sich nun ein grimmiges Lächeln breit. „Na dann komm schon.“ Dachte sie. „Hol dir deine Beute.“

Der Fremde machte einen weiteren Schritt auf sie, zögernder nun, war ihm doch das lächeln im Gesicht seines Opfers offensichtlich nicht geheuer, und hob den Schild leicht an.
Mit einem Kampfschrei machte er nun einen Satz nach vorne auf Tajira zu, den Streitkolben zum schlag erhoben. Tajira spannte ihre Muskeln an, bereit sich mit einem Sprung in die Luft zu katapultieren, wo sie ihre Flügel dann außer Reichweite des Elyos tragen könnten. Doch so weit kam es nicht.
Wie aus dem Nichts war hinter dem Elyos eine kleine Gestalt aufgetaucht, zwei Dolche blitzten auf und fuhren dem Elyos in die Seiten. Der Kampfschrei verwandelte sich in einen Schmerzensschrei als der Kantor herum fuhr um sich seinem neuen Gegner zu stellen.
Von der Überraschung wie gelähmt betrachtete Tajira für einige Sekunden den Kampf der sich vor ihr abspielte.
Die kleine Gestalt, eine junge Frau in der Lederrüstung der Assasinen, war sehr geschickt im Umgang mit ihren Waffen. Schnelle Schnitte, Finten und Manöver folgten in einem stetigen Fluss, so dass der Elyos gar nicht dazu kam einen Gegenangriff zu starten. Immer wieder musste er sich hinter seinem Schild verstecken, und auch sein Streitkolben diente ihm nur dazu die Klingen der Dolche wieder und wieder ab zu wehren.
Doch irgendwann wurden die Manöver langsamer, die Stiche unpräziser und die Finten durchschaubar, während der Elyos zwar einige tiefe Wunden davon getragen hatte, seine Kampfstärke aber dadurch nicht Wesentlich beeinträchtigt schien.
Ein mächtiger Hieb traf die Assasine und warf sie zurück, und der Elyos, der Tajira wohl völlig vergessen hatte, setze sofort nach. Hass war in seinem Gesicht, Hass und Mordlust. Er würde die junge Daeva töten, dass wusste Tajira in diesem Moment. Eine Daeva von Asmodae würde durch die Hand eines Elyos auf dem Boden von Ishalgen, ihrer Heimat, sterben. Dieser Gedanke war es, der Tajira aus ihrer Starre riss.
Schnell vollführten ihre Hände die gewohnten Gesten, während sie jene Worte sprach die die Macht des Aether zu kontrollieren vermochten.
Ein blauer Strahl löste sich von ihren Fingern, traf den Elyos, und hob ihn in die Luft.
„Lachst du nun immernoch?!“ brüllte sie ihm entgegen während sie einen hell leuchtenden Strahl reinen Feuers auf ihn schleuderte.
„Willst du immer noch wehrlose Bauern Morden?!“ ein weiterer Strahl fand sein Ziel.
„Immer noch Tod und verderben Bringen?!“ der dritte Strahl.
„Einfache Menschen wie Schaben zertreten?!“ ein vierter Strahl traf den Elyos genau in dem Moment als die blaue Energie versiegte und ihn wieder auf den Boden fallen ließ. Sofort wob Tajira einen neuen Zauber.
Blätter und Ranken schossen zu Füßen des Elyos aus dem Boden, wanden sich um seine Beine, hielten ihn an Ort und stelle gebunden und ließen ihm keine Chance noch zu entkommen.
„Nicht hier!“ Brüllte Tajira ihm entgegen. „Nicht in diesem Land!“
Dann begann sie eine der längsten Beschwörungen die sie kannte.
Sie meinte Entsetzen und Angst in den Augen des Elyos zu sehen als er verzweifelt versuchte sich von den Ranken, die ihn hielten, zu befreien, doch sie achtete nicht darauf.
Kaum hatte sie die Beschwörung beendet, da begannen sich mit lauten grollen drei Tore direkt über dem Elyos zu öffnen. Wohin diese Durchgänge führten vermochte niemand zu sagen, aber was auch immer dahinter lag musste eine der lebensfeindlichsten Regionen sein die es gab. Denn wann immer sich diese Tore öffneten, dauerte es nicht lang und das Feuer brach aus ihnen hervor. Und so war es auch diesmal.
Kaum hatten sich die Durchgänge geöffnet spien sie auch schon lodernde Feuerbälle aus, die den Elyos erbarmungslos trafen und in ein flammendes Inferno tauchten.
Als die Flammen verschwanden lag der Elyos tot am Boden und begann bereits sich in jene Aetherfäden auf zu lösen, die zurückblieben, wann immer ein Daeva zu einem Obelisken zurückgerufen wurde.
„Man begegnet sich immer zweimal.“ hörte sie die trockene Feststellung der Assasine, die aufgestanden war und nun auf sie zu ging. Sie trug eine Kapuze, die sie tief ins Gesicht gezogen hatte, aber die Augen verrieten Tajira, dass sie tatsächlich noch sehr Jung sein musste.
Sofort verrauchte ihr Zorn und wich Mitleid. Mitleid, da sie sich nur zu gut vorstellen konnte, was es bedeutet in so jungen Jahren zur Daeva auf zu steigen. Aber das Gesicht unter der Kapuze sah alles andere als unglücklich aus. Frech blickte die Fremde sie an und legte den Kopf leicht schief als sie ihrerseits Tajira musterte.
„So, du bist also eine Zauberin, Daeva.“ stellte sie mit immer noch recht trockenem Tonfall fest. „Obwohl das mit dem verkleiden ja eigentlich eher Sache von uns Assasinen ist.“
Bei diesen Worten konnte Tajira sich ein lächeln nicht verkneifen.
„Ja, das bin ich.“ antwortete sie. „Aber das hier ist keine Verkleidung, und ich währe dir dankbar, wenn du im Dorf nicht erwähnen würdest, dass ich eine Daeva bin. Ich bin übrigens Tajira.“
Sie streckte der Fremden die Hand entgegen, doch diese erwiderte die Geste nicht.
„Sojokita.“ antwortete sie stattdessen und wand sich zu der stelle um, an der der Elyos verschwunden war. „Und keine Sorge, ich habe nicht vor in das Dorf zu gehen.“ sagte sie über die Schulter hin weg. „Ich bin eigentlich nur hier, weil ich herausfinden wollte was die Taube hierher führte.“
Sie kniete sich nieder und begann den Boden ab zu suchen.
„Ich bin ihm den ganzen Weg von Morheim aus hierher gefolgt.“ fuhr sie fort. „Irgendetwas hatte er vor, irgendetwas muss er hier gesucht haben, da bin ich mir sicher.“
Auch Tajira beugte sich nun hinunter und begann den Boden ab zu suchen obwohl sie nicht wusste wo nach sie Ausschau halten sollte.
„Aber hier gibt es doch nichts, was sich für die Tauben zu stehlen lohnt.“ erwiderte sie. „Wieso hat er also den Weg auf sich genommen?“
„Ja,“ seufzte Sojokita und richtete sich auf, „dass werden wir wohl nun nicht mehr erfahren. Du hast ja nichts von ihm übrig gelassen.“
War das ein Scherz? Tajira blickte unsicher zu der Assasine hinüber, konnte aber ihr Gesicht unter der Kapuze nicht sehen.
„Naja, wie du sagtest.“ erwiderte sie leicht hin. „Man sieht sich immer zweimal. Wenn er wirklich etwas gesucht hat, wird er zurückkehren.“
Sojokita blickte Tajira über die Schulter hin weg skeptisch an, und diesmal meinte sie tatsächlich ein Lächeln im Gesicht der Assasine zu entdecken.
„Na dann musst du wohl so lange warten.“ sagte sie und stand auf. „Ich werde auf jeden Fall nicht hier bleiben. Zu lange an einem Ort bleiben liegt mir nicht.“
Bei diesen Worten blickte Tajira überrascht auf.
„Wie meinst du das?“ fragte sie. „Ich sehe doch die Legionsschärpe, auch wenn ich das Wappen nicht kenne. Da wirst du doch sicher in euer Lager, Haus, oder was immer ihr auch für eine Basis habt, zurückkehren?“
Kurz blickte die Assasine über ihre Schulter, so als könne sie die Schärpe auf ihrem Rücken sehen, und strich dann in einer unbewussten Geste über den Ring an ihrem Finger.
„Ja, die Cwn Annan sind meine Legion“, antwortete sie. „Wir stehen zusammen. Kämpfen für einander und für Asmodae. Aber darüber hinaus bindet uns nicht viel. Geschweige denn, dass wir ein Legionshaus oder ähnliches hätten.“
„Kein Legionshaus?“ Tajira runzelte die Stirn. „Aber wie und wo trefft ihr euch dann um wichtige Dinge zu entscheiden oder um Angriffe zu planen?“
„Dafür brauch man doch kein Legionshaus?“ Sojokita lachte kurz auf. „Dafür reicht die Taverne in Baltasar allemal. Und da solltest du übrigens auch hin gehen, wenn du noch mehr Fragen über unsere Legion stellen möchtest.“ fügte sie hinzu. „Dort wirst du häufiger auf jemanden von uns treffen. Und wahrscheinlich auch jemanden, der dir mehr über unseren Haufen erzählen kann als ich.“
Dann begann sie einige Gesten aus zu führen, die Tajira als jene erkannte mit denen man die Kraft des Obelisken rief. „Und nun verzeih, aber ich hab hier nichts mehr verloren. Azphelumbra.“ Sie verschwand und Tajira stand wieder alleine da.

Auf dem Rückweg ins Dorf wie auch in den Tagen die auf dieses Ereignis folgten lies sie der Gedanke an diese Legion nicht mehr los. Ein Legion in der man so ungebunden war? Gab es vielleicht doch eine Möglichkeit das Leben eines Bauern mit dem der Daeva zu vereinen?
Kurze Zeit später machte sich Tajira auf zu dem genannten Ort, Baltasar, in der Hoffnung dort tatsächlich auf Mitglieder dieser Cwn Annan zu treffen und vielleicht mehr zu erfahren.
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BeitragThema: Re: Tajiras Geschichte   Di Okt 05, 2010 1:14 am

VII - Erfindungen 1

Als Tajira in das Haus ihrer Eltern zurückgekehrt war, war aus ihrem typischen Lächeln ein Grinsen geworden, das sie einfach nicht von ihrem Gesicht verbannen konnte. Seit sie mit Razan, Rasza und Dalvar gesprochen hatte war die schlechte Laune und Ungewissheit der letzten Monate schlagartig wie weg geblasen, hatte sie doch nicht nur wieder Anschluss an die Welt der Daeva gefunden, nein sie hatte auch gleich eine Aufgabe bekommen.
Wie konnte man einen Zauber dauerhaft so in einen Gegenstand bannen, dass er von jedem Daeva ausgelöst werden konnte, egal ob Magiebegabt, oder nicht?

Ihre ersten Versuche hatte sie noch in ihrem Zimmer unternommen, wann immer sie die Zeit dazu fand. Doch je öfter ihre Versuche fehlschlugen, und je schwerer es ihr viel die Spuren dieser Fehlversuche wieder zu beseitigen, desto mehr musste sie sich nach einem anderen Ort umschauen, an dem sie experimentieren konnte.
Schließlich fand sie am Rande des Dorfes einen alten verlassenen Schuppen, in dem sie ungestört arbeiten konnte, ohne sorge zu haben entdeckt zu werden.
Sie versuchte viel. Verschmolz in den Flammen, die sie mittlerweile so selbstverständlich herbeirufen konnte wie einen treuen Hund, diverse Erzklumpen mit Aetherpulver und versuchte wieder und wieder das Illusionstor hinein zu weben. Aber ein Erfolg wollte sich einfach nicht einstellen.
Immer wieder machte sie sich auf den weg um neue Materialien zu besorgen, ersetzte das Aetherpulver zunächst durch Kristalle und schließlich Edelsteine, doch das Resultat blieb immer gleich. Wann immer sie das in den Stein gebundene Illusionstor auslöste geschah nichts, außer, dass der in den Stein gebundene Aether sich umgehend verflüchtigte und der Stein zerfiel.
Sie verbrachte Tage mit den Experimenten, ohne dass sich ein Fortschritt abzeichnete, doch schließlich gelang ihr zumindest ein kleiner Durchbruch.
An stelle des Illusionstores war sie dazu über gegangen einen kleinen Feuerzauber in den Stein zu weben, der gerade stark genug war das Gebilde aus Erz und Aether von innen heraus zum leuchten zu bringen. Doch selbst dieser kleine Zauber verbrauchte das Aether zu schnell um ihn lange aufrecht erhalten zu können. Und so endeten die Experimente noch immer in der Zerstörung des Steins.
Erst als Tajira versuchte einen teil der Energie des Aethers mit ihrer eigenen Göttlichen kraft zu ersetzen blieb der Stein bestehen. Der Aether verbrauchte sich zwar, wurde jedoch durch die in ihn gebundene Kraft der Daeva zusammen gehalten.
Tajiras versuche den Aether wieder auf zu laden waren schneller von Erfolg gekrönt als gedacht, und auch wenn sie feststellen musste, dass die Magische Kraft die sie auf diese weise in den Aether binden konnte zwar für den schwachen Leuchtzauber ausreichte, nicht jedoch für das Illusionstor, so war ihr dennoch ein kleiner Durchbruch gelungen, den sie unbedingt Razan mitteilen musste.
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BeitragThema: Re: Tajiras Geschichte   Di Okt 05, 2010 1:14 am

VIII - Erfindungen 2

Ein lauter, ohrenbetäubender Knall hallte wie ein Donnerschlag durch das kleine Dorf in Ischalgen. Schnell füllte sich der Dorfplatz mit Leuten, die fragend nach allen Richtungen Ausschau hielten und wild durcheinander redend alle doch die selbe Frage stellten: Was war geschehen?
Doch niemand wusste eine Antwort. Es geschah auch nichts weiter. Kein weiterer Donnerschlag ertönte und alles war wieder so ruhig, als wäre nichts geschehen. Einzig in dem kleinen Schuppen am Rande des Dorfes war leise das Fluchen einer Frau zu hören. Doch das drang nicht bis zum Marktplatz herüber.

Tajira erhob sich fluchend aus den staubigen Trümmern die einmal das klapprige Regal dargestellt hatten das an der wand des Schuppens montiert gewesen war. Sie hatte mal wieder versucht das Illusionstor in den mit Aether versetzten Stein zu weben, und wieder einmal war sie kläglich gescheitert.
Sie hatte versucht die magische Kraft, die nötig war um das Portal zu öffnen, direkt durch den Aether des Steins zu schicken, woraufhin sich dieser jedoch mit einem lauten, protestierenden Knall in Luft aufgelöst und sie spontan auf die andere Seite des Raumes katapultiert hatte.
Sie stieß einen weiteren heftigen Fluch aus, als sie sich einen Splitter des Steins, mit dem sie experimentiert hatte, aus dem Arm zog und kehrte kopfschüttelnd zu den Überresten ihres Experiments zurück.
Wütend schlug sie mit der Faust auf den Tisch. Was war nun schon wieder schiefgegangen? Seit sie Razan von ihrem ersten Erfolg berichtet hatte war sie zunächst voller Eifer wieder an die Arbeit zurückgekehrt, fortschritte hatte sie jedoch nicht gemacht. Und dieser letzte Rückschlag gab ihr den Rest. Noch einmal hieb sie mit der Faust auf den Tisch wand sich ab und verließ den Schuppen.

In den folgenden Tagen versuchte sie nicht an ihre gescheiterten Versuche zu denken und sich so gut wie möglich ab zu lenken. Wenn sie nicht gerade in Morheim oder Beluslan unterwegs war half sie ihren Eltern auf dem Hof oder erledigte die ein oder andere Angelegenheit für ihre alten freunde bei den Banditen.
Eines Tages hörte sie dann davon, dass Kiminayu und Dalvar wohl einige Probleme mit der Stadtwache von Pandaemonium hatten und ein Versammlung einberufen worden war. Und sofort musste sie wieder daran denken, was wohl gewesen wäre, wenn die beiden bereits den geplahnten Talisman gehabt hätten. Hätte die Meute zusammen vielleicht etwas tun können?
Und wieder war es ein Ereignis, auf dass sie keinerlei Einfluss hatte nehmen können, weil sie einfach nicht zugegen gewesen war.

Dieser Gedanke trieb sie schließlich zurück in den kleinen Schuppen, wo sie nun um so energischer versuchte endlich ihr Werk zu vollenden. Sofort setzte sie sich wieder daran ein neues Experiment durch zu führen, und wollte gerade mit dem Aufladen der Aetheredelsteine beginnen als sie erschrocken inne hielt. Genau das war es doch, was beim letzten mal schiefgegangen war.
Vorsichtig lies sie den Aetherdurchsetzten Stein vor sich auf den Tisch sinken und betrachtete das kleine Ding nachdenklich.
Klein.
Ja, klein war es wirklich.
Vielleicht...........ja, vielleicht war es das?
Langsam formte sich eine Idee in ihrem Kopf während sie leise begann die Zauberformel, die das Portal heraufbeschwor, vor sich hin zu murmeln. Vorsichtig. Ganz behutsam legte sie immer mehr Kraft in die Worte, lies den Aetherstrom durch ihre Finger in das kleine Ding da vor ihr fließen und versuchte die Schwingungen der verarbeiteten Kristalle zu erfassen.
Hier.
Da.
Dort.
Ja, da war es ein leichtes kribbeln in ihren Fingerspitzen, das immer stärker und stärker wurde, je mehr Kraft sie in den Stein fließen ließ. Dann fühlte sie eine Veränderung, und sofort beendete sie den Zauber.
Als sie den Stein nun betrachte schien er leicht zu schimmern. Man sah ihm förmlich an, welche Kraft nun in ihm schlummerte, sonst war aber nichts ungewöhnliches zu entdecken. Vorsichtig nahm sie den Stein wieder in die Hand und lies ein wenig ihrer Göttlichen kraft in ihn hinein fließen.
Augenblicklich erstrahlte der Stein in einem hellen Licht und unmittelbar vor ihr öffnete sich ein Portal wie sie es noch nie gesehen hatte.
Anstadt eines großen Durchgangs, wie sie ihn normalerweise erschuf, war das Portal vor ihr nur gerade einmal so groß wie der Krallenansatz an ihrem kleinen Finger. Gerade beugte sie sich ein wenig vor um das kleine Gebilde aus der Nähe zu betrachten, da schloss es sich auch schon wieder.
Verwundert betrachtete sie den Stein in ihrer Hand, der nun wieder genau so aussah wie zuvor und wiederholte das Experiment.
Wieder lud sie den Stein mit Aether, bis zu jenem Punkt der kaum wahrnehmbar war, und wieder aktivierte sie das kleine Tor. Doch diesmal achtete sie darauf im kopf mit zu zählen wie lang es offen blieb.
Einundzwanzig......Zweiundzwanzig..........Sie zählte die Sekunden bis sich das Tor wieder schloss. Es waren ungefähr Zehn. Das sollte reichen.

Aufgeregt griff sie nach dem Stein und machte sich auf nach Baltasar. Sie hatte es endlich geschafft.
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Tajiras Geschichte
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