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 Mhorams Odyssey

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Prothall
zweiköpfiger Oger
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BeitragThema: Mhorams Odyssey   Di Sep 14, 2010 9:04 pm

Kritik und Meinungen würden mich freuen ^-^ Und haltet das bitte auch ein bischen hier.. will nicht das jeder den Witz an Mho kennt Wink Wäre zu einfach. Ich wollte nur euch schonmal vorwarnen xD
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Tiefschwarze Klauen, an Händen und Füßen sind das einzige, dass noch auf meine ursprüngliche Erscheinung hinweisen. Alles andere wurde mir genommen.
Verfluchte Menschen. Wie hätte ich erwarten können, dass so etwas möglich sei und ich derjenige bin, der es abkriegt?


Stein auf Stein, ohne nennenswerte Merkmale, als wäre er seinem Geburtsrecht beraubt, ist das Labor erbaut. Es ist weiträumig, aber vollgestopft mit Apparaturen die genug Wärme abstrahlen, um es in höhere Lagen der Temperatur zu befördern. In der Mitte zwei Geräte, die wohl dafür ausgelegt sind, etwas zu beherbergen. In einer davon ist ein Lebewesen eingesperrt. Groß und bedrohlich, jeder Asmodier hätte sich gefürchtet: Ein Balaur.

Lediglich ich und diese zwei verdammten Lepharisten waren anwesend und am Leben. Vielleicht waren noch mehr dort, doch ich konnte meinen Kopf nicht drehen um es herauszufinden.

Eisige Taubheit, solange gefühlt, dass Mhoram sich schon gar nichts anderem mehr entsinnen konnte, hält ihn in dem Labor der Lepharisten gefangen. Lediglich seine Augen, kalt wie Eis und blau wie der Nachthimmel, bewegen sich unablässig.
Lepharisten an Maschinen, wie Vorboten einer Apokalypse, die unaufhaltsam näher rückt.

Mir war schon lange klar, dass ich nicht überleben würde, sollte ich meine Peiniger nicht zerfetzen. Sie hatten mich gefangen gesetzt, um nutzlose Experimente auszuführen. Anfangs fügten sie Schmerzen zu, kaum erwähnenswert. Nach einiger Zeit veränderte sich jedoch die Art der Experimente. Es war wie eine Vorbereitung für die Schlachtbank.

"Glaubst du wirklich, dass wir Äther aus einem Balaur extrahieren können, Herr Wonkishuktz?", schallt es durch die weite Halle. Ein junger Lepharist, er dürfte kaum die 30 erreicht haben, spricht ehrfurchtsvoll, wirkt dabei aber auch furchtsam, die Stimme leicht zitternd.
"Woher soll ich das wissen, Gerlik. Wir probieren es aus. Entweder es klappt und er stirbt oder es klappt nicht und er stirbt trotzdem. Ich will wissen, wie es sich auswirkt." Schütteres Haar und gleichgültige Augen kennzeichnen den Lepharisten. Scheinbar ist er der Anführer, oder zumindest wichtig. Seine Miene wirkt, als hätte er jegliches Mitgefühl für andere Wesen eingebüßt, sowie jegliches Interesse am Leben, außer das Leben diente ihm als Versuchsobjekt.

Äther extrahieren, dass ich nicht lache. Balaur können mit Äther soviel anfangen, wie ein Brax mit der Legende von Sataloca. Dennoch empfand ich Neugierde. Ich war mir sicher das Experiment würde fehlschlagen. Ich war mir auch sicher, es zu überleben. Darüber hinaus war ich mir sicher, freizukommen. Dann würde ich sie in einen qualvollen Tod schicken, mich an ihren Schmerzen erfreuen. Ich wusste nicht, dass es ganz anders kommen sollte.


Auf einen Schlag verändert sich die Atmosphäre des Labors. Anspannung, Angst und Furcht sind fast greifbar. Geschrei von einem Eingang auf der anderen Seite des Labors ist zu hören. Zwei Lepharisten schleppen einen Asmodier herein, welcher durch eine Platzwunde am Kopf gezeichnet wurde. Der Asmodier hatte sich, dem Geschrei nach, verbissen gewehrt. Von einem der Lepharisten wurde er daraufhin mit einem Keulenhieb belohnt. Der schwarzhaarige Daeva, dessen schulterlange Mähne ihm vor das rechte Auge fällt, schränkt seine Sicht sein. Ein spitzes Kinn unterwandert das ansonsten freundliche Gesicht. Er sieht aus nicht aus, als hätte er oft gekämpft, geschweige denn gelitten.
Zwischen den beiden Asmodiern hängend, wird er in die andere Apparatur geworfen, lediglich seine Miene spiegelt Trotz wieder. Doch dann gibt es ein lautes Kreischen, es hängt in der Luft wie Giftgas. Ein Blitz folgt, ehe der Asmodier, genau wie Mhoram, betäubt und hilflos in Gefangenschaft schwebt.

Ich hatte keine Ahnung, was vorging. Ich sah diesen Asmodier erst, als er vor meinen Augen vorbeigeschleift wurde. Anscheinend sahen die Pläne der Lepharisten vor, meinen, vermeintlichen, Äther mit dem dieses Asmodiers zu mischen. Mir war aber auch klar, dass dies kein gewöhnlicher Asmodier sein konnte. Es musste ein Daeva sein, so wie er sich gebahr.

"So, so. Endlich. Diese Daevas sind starrsinnig. Sie wollen der Wissenschaft nicht dienen, daher müssen wir sie jagen und zwingen. Bedauerlich, aber.. Im Endeffekt irrelevant, es bedeutet lediglich etwas mehr Aufwand." Der Lepharist mit Namen Wonkishuktz mustert den Asmodier eingehend, Interesse in den Augen. Allerdings wohl nicht an dem Daeva als lebendes Wesen, lediglich an Körper und Äther.
"Gerlik! Beginne das Experiment!", rufter mit herrischer Stimme, die vor Gier zu triefen scheint. "Endlich werde ich sehen, ob Daeva und Balaur sich zu einem Seelenstein vereinen lassen. Wenn das funktioniert... Ich werde die Welt beherrschen oder vernichten.. Nach meinem Belieben!!"
Das charakteristische Lachen eines Bösewichts erschallt, tief, dennoch schrill und wahnsinnig. Wenigstens hält er sich an die Spielregeln und verriet seinen Plan, ehe er ihn durchführt.

Wie ich diese... minderwertigen Spezies hasse. Sie denken sie wären mächtig oder gar die Krone der Schöpfung. Wir müssen ihnen beibringen, dass sie lediglich Sklaven für uns sind. Nicht zu Höherem bestimmt.
Ich empfand keine Furcht, warum auch. Was sollte mir schon passieren, schließlich bin ich nicht so schwach wie ein Daeva oder gar ein Mensch. Meine Aufmerksamkeit galt lediglich meiner Rache und ich machte mich bereit, eventuelle Möglichkeiten zur Flucht sofort zu nutzen.


"Ob wir das richtige tun..", Gerlik´s Stimme zittert, so wie sein ganzer Körper. Es ist offensichtlich, dass er sich unwohl fühlt, das Experiment am liebsten überspringen würde und fliehen.
"GERLIK... BEGINNE... DAS... EXPERIMENT!!", die Stimme klingt wie ein Peitschenhieb und hektisch setzt Gerlik den Hebel in Bewegung.
Ein Dröhnen pocht durch den Stein, als wolle er sich gegen die Absichten von Wonkishuktz erheben. Der Asmodier bäumt sich auf, schlägt trotz der Betäubung um sich und stößt lautlose Schreie aus. Sein Gesicht verzerrt sich zu einer Grimasse, die langsam zu zerfallen scheint, als würde ihm das Leben aus dem Körper gerissen.
Mhoram dagegen bleibt starr. Er bewegt sich nur unwesentlich, die Augen funkeln immernoch hin und her, wie Fliegen die Licht zu finden versuchen. Kein Gefühl lässt sich in den echsenhaften Zügen erahnen, nur blanker Hass zeigt sich in der Haltung, die wirkt, als wolle er im nächsten Moment Schädel spalten.

Dieser verfluchte Lepharist. Es war definitiv weniger angenehm als ich dachte. Schmerzempfinden zu unterdrücken ist allerdings keine schwere Aufgabe. Eine Fähigkeit die Kriegern der Drachenlords schon früh eingebläut wird, denn nur das Ziel ist wichtig. Schmerzen und persönliches Empfinden ist zweitrangig. Dennoch fand ich keine Möglichkeit auszubrechen. Ich fühlte nur, wie meine Kräfte schwanden, als würde ich reduziert, ausgesaugt. Eiseskälte breitete sich von meinem Brustkorb aus, schien mich zu verbrennen. Ich hatte versagt, nun würde ich die Strafe dafür empfangen. Ich empfand kein Bedauern. Schwäche ist nur etwas für Sklaven und minderwertige Kreaturen.

Erneut dringt Lärm in die steinerne Kammer, hallt von den Wänden wieder und verstärkt sich. Es ist eindeutig Kampfeslärm. Schreie und Eisen das auf Eisen prallt waren Beweis genug. Anscheinend werden die Lepharisten angegriffen. Ein Bolzen von einer Armbrust schießt mit einem unheilvollen Sirren durch den Raum. Die eiserne Spitze bohrt sich in die Apparatur, welche Gerlik soeben erst aktiviert hatte.
Ein greller Blitz verschlingt alles. Gerlik, Wonkishuktz und den ganzen Lärm. Die Welt scheint sich in Nichts aufgelöst zu haben.

Verflucht. Ich hasse dieses Gefühl noch immer. Es war als würde meine Existenz, meine Stärke und Erhabenheit, Disziplin und Perfektion in eine Form gepresst, die dem kaum standhalten dürfte. Ich konnte, trotz meines Wissens, nichts dagegen tun. Ich sah nichts mehr, alles war nur noch weiße Glut. Aber mit einem Mal brach das Gefühl zusammen, die weiße Hitze verschwand.

Der asmodische Daeva, der zuvor noch in der Apparatur gefangen war, sackt auf den Boden. Ruckartig hebt er den Kopf, gerade rechtzeitig um Gerlik zu sehen, der auf ihn zurennt und Wonkushitz, der in einem Geheimgang verschwindet. Der Balaur regt sich nicht mehr. Es ist offensichtlich, das der Tod ihn ereilte. Die Augen hatten sich nicht gerade ansehnlich aus dem Schädel begeben und derselbe ist blutüberströmt, als wäre er von innen heraus geborsten.
"Oh Aion, oh Aion! Du lebst! Ich dachte, es würde dich verbrennen oder.." Er sieht flüchtig zu dem toten Balaur rüber. "Er hat mich zu allem gezwungen dieser Mistkerl! Ich musste so tun als würde ich ihn unterstützen, sonst würde er mich und meine Familie töten! Hier, ich helfe dir auf und bringe dich raus, wenn du mir dafür hilfst!"
Ruckartig schießt Gerliks Klaue vor, seine Geschichte wirkt glaubhaft, lediglich Schmerz und Sehnsucht zeigt sich in seiner Miene, nun da er seine Freiheit wiedererlangt hat, nicht mehr festgehalten wird.
Der Daeva packt die Klaue kraftvoll und zieht sich daran hoch. Beinahe hätte es Gerlik umgerissen, aber jetzt steht er. Wacklig und unsicher, als wären seine Füße plötzlich zu klein für ihn.
"Wie.. heißt du?". Die Stimme des Asmodiers ist tief und volltönend, dennoch leise und unheilvoll als er spricht. "Ich bin Gerlik! Meine Frau und ich wohnen in Ishalgen und wir haben zwei Töchter, ganz liebe Kinder. Ich würde alles für sie tun!"
"Sehr schön. Sehr schön."

Was mich an unterentwickelten Spezies schon immer störte war ihr Hang dazu, mehr zu sagen als sie gefragt wurden. Was interessieren mich Kinder und Frauen, außer sie können meiner Unterhaltung dienen? Danach hatte ich nicht gefragt, normalerweise wäre nun eine Bestrafung fällig.

Der Kampfeslärm war verstummt, entweder die Entladung hatte alle anderen in dem Komplex getötet oder sie hatten sich gegenseitig neutralisiert.
"Gehen wir." Der Asmodier wankt langsam vorwärts und wäre wohl hingeschlagen, hätte Gerlik ihn nicht geistesgegenwärtig gestützt. "Ich führe dich hier raus, dann leg bei den Archonten ein gutes Wort für mich ein, ja?" "Natürlich. Natürlich...."
Langsam wankt das Duo Richtung Ausgang, die Kammer dahinter riecht schon stark nach Tod. Der Daeva wirft einen Blick auf die Szenerie.
Die zweite, wesentlich kleinere Kammer, ist gefüllt mit Toten und Blut. Der Kampf war kurz aber heftig gewesen, wobei einige Asmodier und Lepharisten wohl durch die Entladung starben. Der Daeva, der die Entladung wohl durch reines Glück überlebte, bleckt die Zähne bei diesem Anblick, aber er schweigt.
Gerlik führt ihn auf eine der drei Türen zu, die nun offen stehen. Tageslicht und frische Luft ist zu sehen und zu riechen. Verwirbelungen entstehen an der Türe, wenn die Luft auf die nebligen Schwaden von Dampf treffen.
Vorausgehend späht Gerlik nach eventuellen Wachen, ehe er dem Daeva winkt, ihm zu folgen. Die paar Stufen nimmt er nun alleine, seine Beine scheinen wieder kräftiger geworden zu sein..

Nun, ich habe mich schnell an meine neue Situation gewöhnt. Ich konnte mir denken was passiert ist, nachdem ich den toten Balaur sah. Dennoch war ich überrascht... Unerheblich, letztlich war es effizient. Auch Gerliks Hilfe war effizient. Bis wir draußen waren.

Draußen angekommen, stehen sich Gerlik und der Daeva gegenüber. "He, also du versprichst mir, mich zu entlasten? Ich will meine Frau sehen und meine Kleinen. Nicht in irgendein Gefängnis!!"
"Keine Sorge, du kommst in kein Gefängnis, das verspreche ich dir." Der Daeva geht einen Schritt vor und lächelt zuckend. Beruhigend legt er Gerlik beide Klauen auf die Schulter.
Gerlik strahlt, hat er nun endlich jemand gefunden der ihn nicht unterdrückt und misshandelt, sondern ihm tatsächlich hilft. "Danke, danke... dan.." Die Danksagungen sind ehrlich gemeint, seine Stimme zittert vor Rührung. Als sie abbricht, wird ihm eines jedoch klar:
Anscheinend hat ihm gerade jemand die Luftröhre zertrennt. Das Lächeln immernoch auf den Lippen starrt er den Daeva an, unfähig den Blick abzuwenden.
Der Daeva grinst nun amüsiert und seine Augen blitzen glühend rot. Die Pupille jedoch wird schlitzartig und gelb. Die Augen wirken wie Reißzähne, scharf und tödlich.
"Ich sagte doch, du wirst nicht ins Gefängnis kommen. Ich habe mein Versprechen gehalten. Nun tu mir einen Gefallen und versuche zu schreien. Ich liebe das Geräusch," Mit einem Ruck zieht er die Klaue aus Gerliks Luftröhre, immernoch wild grinsend.
Gerlik tut nicht wie ihm geheißen, er ist viel zu entsetzt. Seine einzige Reaktion besteht in einem Umdrehen, um sich in Sicherheit zu bringen, seine Frau und seine Kinder zu erreichen. Aber er kommt nicht weit. Von hinten schlägt ihm ein Gewicht auf den Rücken, dass ihn sogleich umreißt.
"Ich bin Mhoram, der Balaur den ihr gewagt habt in Gefangenschaft zu setzen und jetzt.. leide. Dadurch unterhälst du mich."
Gerlik spürt wie ihm scharfe Klauen den gesamtem Körper aufreißen, Blut sickert aus jeder Wunde, warm und rot.
Langsam verschleiern sich seine Augen durch den Blutverlust und die wenigen Sekunden bis zu seinem erlösenden Tod erschienen ihm wie Stunden..

Eine Archonten Patroullie war auf dem Weg zum Labor, nachdem die letzte Mannschaft keine Rückmeldung mehr lieferte. Ihr Auftrag ist, sie zu finden, gegebenenfalls zu retten und das Labor auszuheben.
Stattdessen finden sie nur einen Asmodier, recht nah beim Labor, aber doch nicht mehr in Sichtweite. Blutüberströmt liegt er da, Klauen und Gesicht, Kleidung und Haare, alles von Blut verkrustet.
"He! Ein Verletzter holt einen Heiler! Wir bringen ihn zur Stadt! He du", der Archont geht ihn die Hocke neben Mhorams Kopf, betrachtet ihn forschend, "gibt es noch lebende Archonten oder Lepharisten?" "Nein", kommt es schwach von Mhoram, "sie sind alle... alle tot.."

Tatsächlich hat mich der Körper im Stich gelassen. Schwache Spezies, dass war schon immer klar. Ich kann mich an nichts was passierte erinnern. Nur, dass die Archonten mich in die Stadt brachten. Sie pflegten mich, haben mich gekräftigt. Als ich wieder genug Kräfte beisammen hatte, bin ich geflohen. Mir stand nur eine Wache im Weg. Nun, diese Wache steht nie wieder im Weg. Ich bin voller Erwartung, wie man diese Asmodier womöglich foltern und versklaven kann, ohne dass sie wissen, was ich bin. Ich werde den Drachengebietern Ehre machen und soviele töten oder versklaven, wie es mir möglich ist...
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